Auf großer Fahrt

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Die Reisegruppe des Diakonievereins vor der Khazne Firaun in Petra.

Groß-Zimmern - Auf einer zwölftägigen Reise nach Jordanien fuhr eine Gruppe des Diakonievereins Groß-Zimmern in ein Land, das mit seinen sechs Millionen Einwohnern nicht gerade zu den größten dieser Welt zählt.

Obwohl Jordaniern erst am 25. Mai 1946 ein unabhängiges Königreich wurde, verfügt es doch über eine sehr lange Geschichte. Schon aus der Altsteinzeit stammen erste Spuren von Jägern und Sammlern. Aber erst in der Eisenzeit finden sich feste Formen von Völkern, die uns aus dem Alten Testament bekannt sind. Später, unter der Herrschaft der Griechen und der Römer, wurden bedeutende Städte gegründet, die die Reisegruppe bewundern konnte. Das berühmte Jerash oder auch Um-Qeis zeigten den Teilnehmern den hohen Stand städtebaulicher Gestaltung im 1. Jh. v. Chr. Auch die Christen mit ihren Kirchen und die Moslems mit ihren Moscheen und Schlössern zeigten dem Besucher etwas von der Vielfalt dieses Landes.

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Bei einer Fahrt in den Osten des Landes fand besonders das Wüstenschloss von Amra mit seinen gut erhaltenen Fresken reges Interesse. Hinzu kam eine abwechslungsreiche Landschaft, die im Norden geprägt wird von dem Basaltgebirge des Hauran, von dem fruchtbaren Jordantal, dem fast 400 m unter dem Meeresspiegel liegenden Toten Meer, dem Süden mit seinen bizarren Bergen, der Stadt Petra, die noch Reste von der Herrschaft der Nabatäer zeigt, den Wüstenlandschaften und hier vor allem das Wadi Rum und schließlich Akaba am Roten Meer.

Beeindruckend waren die Kontakte zu den Menschen dieses Landes, die die Gruppe immer wieder freundlich begrüßten, und vor allem der gegenseitige Respekt der Religionen. Das zeigte auch ein Besuch in der Theodor-Schneller-Schule in Amman.

Auf einem Areal, größer als der Vatikanstaat, leben und lernen hier zirka 160 Jungen im Alter von sechs bis 21 Jahren mit ihren Erziehern, deren Familien und weiteren Mitarbeitern zusammen. Die Kinder sind christliche und muslimische Waisen, Halbwaisen oder kommen aus sozial schwierigen Verhältnissen. In Jordanien haben diese Kinder kaum Chancen. In acht sogenannten Kinderfamilien und zwei Lehrlingsfamilien versuchen die verantwortlichen deutschen und einheimischen Erzieher, den Kindern und Jugendlichen familiäre Geborgenheit und eine Alltagsstruktur zu geben.

Die Gruppe kehrte beeindruckt, aber auch etwas erschöpft von dieser Reise zurück.

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