Großer Tag für Kleine

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Der Ablauf des Gottesdienstes wird geübt und die Liedtexte werden noch einmal gesungen.

Groß-Zimmern (bea) ‐ „Mit der Taufe wurde Duncan in die katholische Gemeinschaft aufgenommen. Die Kommunion ist nun seine erste eigene Willensbekundung“, erklärt Monika Andelic, Mutter des Kommunionskindes.

Duncan ist neun Jahre alt und ist am Freitag mit den anderen Kindern auf der Generalprobe für den Auftritt im Gottesdienst. „Ihr habt Zeit, wenn ihr vom Altar kommt“, sagt Gemeindereferentin Jutta Moka. „Ihr braucht also nicht zu rennen, das sieht nämlich ziemlich doof aus“.

Akribisch vorbereitet wird der samstägliche oder sonntägliche Erst-Kommunions-Gottesdienst (es wird zwei Gottesdienste in Groß-Zimmern sowie einen in Klein-Zimmern geben, weil die Gruppe sehr groß ist). Schließlich sollen die Kinder wissen, was sie genau zu tun haben. Moka spielt mit den ihnen den gesamten Ablauf durch, vom gemeinsamen Einzug in die Kirche bis zum feierlichen Auszug.

Duncan: „Freue mich auf Kommunion.“

Duncan freut sich auf die Kommunion, ebenso wie seine Mutter. Für beide war es „eigentlich selbstverständlich“, dass der Junge auch dieses Glaubensbekenntnis ablegen will. Sein älterer Bruder Dennis erhielt vor zwei Jahren die Erstkommunion und das Fest gefiel Duncan sehr gut. Auch deshalb will er jetzt selber gehen. „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er mit acht Jahren schon alt genug ist, sich mit voller Konsequenz für den Glauben zu entscheiden“, sagt Andelic. „Auf jeden Fall hat er sich frei für die Gruppe entschieden“. Duncan selbst sagt ganz aufrichtig: „Ich freue mich auf die Kommunion. Da kriege ich den Leib Christi, viel Spaß und viel Geld.“ Er will nach der Kommunion sogar Messdiener werden, „weil es Spaß macht, die Sachen wegzuräumen“.

Auch Enrico Albrecht (9) freut sich auf seine Erstkommunion: „Da kann ich ein tolles Gewand anziehen“. Auch er will - wie viele der diesjährigen Erstkommunikanten - Messdiener werden. „Ich habe das schon mal gemacht. Es macht Spaß, dem Pfarrer zu helfen“, erzählt Enrico.

Für jeden eine Kommunions-Mappe mit Texten und Erklärungen

Kommunionskinder haben an ihrem großen Tag eine Aufgabe, diese fünf bringen Kelch und Hostienteller.

Ein Gewand wird auch Duncan anziehen, das wird aus dem Fundus der Gemeinde ausgeliehen. „Wir bewahren die einheitlichen Kleidungsstücke in der oberen Sakristei auf“, erzählt Gemeindereferentin Moka. „Für eine Leih- und Reinigungsgebühr stellen wir sie den Kindern zur Verfügung“.  Annette Heinz hingegen hat für Tochter Emilie ein neues Kleid gekauft. Das sei zwar eine größere Ausgabe für einen Tag, „aber das war wohl schon immer so“, sagt Heinz. Emilie will nach der Erstkommunion ebenfalls in der Kirche dienen, sie will zur Gemeinschaft gehören. In den Kommunionsstunden hat sie sich auf den großen Tag vorbereitet. Da gab es für jeden eine Kommunions-Mappe mit Bibeltexten, Auszügen aus dem Evangelium aber auch Erklärungen zu den christlichen Festen.

Gemeindereferentin Moka ist auf jede Eventualität vorbereitet

Sandra Ihring ist nicht nur Mutter eines Kommunionskindes, sondern auch Katechetin. Sie hat zusammen mit einer Kollegin eine Gruppe von sieben Kindern auf diesen besonderen Tag vorbereitet. „Ich will meinen Sohn im christlichen Glauben erziehen und das ist ein Bestandteil davon“, sagt Ihring. Ihr hat die Arbeit mit den Kindern viel Freude gemacht, „die waren sehr interessiert und mit viel Spaß bei der Sache“. Dennoch ist sie froh, wenn der aufregende Tag vorüber ist und wieder etwas mehr Ruhe in der Familie einkehrt.

Ein bisschen erstaunt über die vielen Feste „die Kommunion, die Firmung, die Hochzeit“ bei der katholischen Kirche ist Loan Do. Sie stammt aus Vietnam und ist mit ihrer Hochzeit zum katholischen Glauben übergetreten. Die ehemalige Buddhistin hat ihre Tochter schon vor vier Jahren zur Kommunion geführt, nun ist Sohn Roman an der Reihe.

Gemeindereferentin Moka gibt noch letzte, wichtige Tipps für den morgigen Gottesdienst. „Sollte euch schlecht werden, wendet euch gleich an einen Katecheten“. Auch für den Fall, dass die Blase eines Kommunionskindes vor Aufregung nicht ganz mitspielt, hat sie Anregungen. „In dem Fall geht ihr ganz normal aus der Kirche ins Pfarrzentrum. Je nachdem wie dringend es ist, entweder hinten durch den Haupteingang oder gleich durch die Sakristei.“

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