Guter Wein nach dem Schwein

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Einen roten und einen weißen Wein können die Zimmerner nun zugunsten der Orgel trinken. Über den Verlauf der Aktionen für die neue Orgel der katholischen Kirche freut sich Dr. Manfred Göbel (von links). Den Stab übernimmt Gerhard Edling von Metzger Paul Bach. Pfarrer Christian Rauch und Hildegard Edling helfen bei der Pfeifenübergabe.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Die Orgelfleischwurst ist aufgegessen, es lebe der Orgelwein. Nach Weck (Bäcker Nennhuber), Pizza (bei Nico) und Worscht (Metzgerei Bach) gibt es nun endlich etwas zu trinken. Einen Orgelwein haben Gerhard und Hildegard Edling, die den Getränkehandel in der Angelstraße betreiben, kreiert.

Einen halbtrockenen Dornfelder und einen trockenen Weißburgunder können die Zimmerner nun genießen und damit die Orgel für die katholische Kirche sponsern. 50 Cent pro Flasche wandern davon nicht in die Kasse der Edlings, sondern in die Spendendose für das mächtige neue Instrument der katholischen Kirche. Das Emblem des Orgelfördervereins ziert die Flaschen, eine Maus, die bedenklich auf die geflickten Pfeifen schaut.

An Wein und den pfiffigen Etiketten herrscht erst mal kein Mangel. „Der gute Tropfen von der Winzergenossenschaft Westhofen, bei dem das Preis-Leitungsverhältnis stimmt, sollte nach unseren Rechnungen bis Ende Mai reichen“, erklärt Gerhard Edling. 4,25 Euro wird ein Fläschchen kosten. „Ein prima Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk“, findet Barbara Wörtche, die sich schon bildlich ausmalt, wie die Zimmerner den Wein hin und her schenken. Einen geflügelten Spruch für die neueste Aktion zugunsten der Orgel hat hingegen Thomas Beutel gleich auf den Lippen: „For die Oijel dorsch die Goijel“.

555 Euro für sechs Schweine

Der Vorsitzende des Orgelfördervereins, Dr. Manfred Göbel, freut sich derweil über den Briefumschlag mit 555 Euro, den ihm Elke und Paul Bach überreichen.

515,824 Kilo Fleischwurst haben die beiden verkauft, rund sechs Schweine mussten dafür ihr Leben lassen, wie Metzger Paul Bach schnell überschlägt.

Spaß beim Schätzen des Inhalts einer Spendendose, die Bach ebenfalls überreicht, hat Rechner Helmut Kriha: „Es kommt drauf an, wie hoch der Anteil der roten Münzen in der Dose ist.“

Stand der Spenden bleibt geheim

Den Wasserstand der Spenden, die sich inzwischen beim Orgelförderverein angesammelt haben, verrät Göbel nicht.

Zur Orgelbeschaffung mag er nur mitteilen, dass die Angebote von vier Firmen studiert wurden. Zwei Orgelbauer seien aus dem Rennen bereits ausgeschieden.

Am 22. Januar werde sich der Orgelförderverein zusammen mit dem Sachverständigen des Bistums an zwei Standorten in Nordhessen Instrumente der in der Auswahl verbliebenen zwei Orgelhersteller ansehen. Dann werde wohl auch die Entscheidung fallen und man könne die Neugier der Groß-Zimmerner nach dem Preis des mächtigen Instruments endlich befriedigen.

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