Ruhe nach dem Ansturm beim After-Work-Flohmarkt im katholischen Kindergarten

Gutes Angebot, aber weniger Besucher

Jasmin ist fündig geworden. Neben dem Känguru hat sie zwei Werkkästen gekauft. - Foto: Bernauer

Groß-Zimmern - Einen ersten Ansturm gab es am Freitagabend auf den katholischen Kindergarten gleich zur Eröffnung des After-Work-Flohmarktes. In der ersten halben Stunde verkauften die zahlreichen Anbieter recht gut, danach war es relativ ruhig um die Stände. Von Ulrike Bernauer

Ein Vorteil für die Käufer, die später gekommen waren: sie konnten das Angebot in Ruhe sichten.

Warum die Resonanz diesmal um einiges geringer ausfiel als in den vergangenen Jahren, darauf hat Kindertagesstättenleiterin Regina Pietsch keine Antwort. „An der Werbung kann es nicht liegen“, berichtete Pietsch in Übereinstimmung mit den Anbietern. Die Achtjährige Jasmin hingegen war glücklich. Sie konnte ihre Einkäufe kaum alleine nach Hause tragen. Ein großes Känguru hielt sie in den Armen, aber auch zwei Forscherbaukästen, ein Chemielabor und einen Kasten, der verspricht, dass man mit seinem Inhalt Kristalle züchten kann. Die Friedensschülerin hat zwar noch keinen Chemieunterricht, „aber meine Schwester kann mir dabei helfen, die ist schon in der Albert-Schweitzer-Schule.“

Inge Kolip hatte ihren Ehemann und die beiden Kinder mitgebracht. Ihre Kinder besuchen nicht den katholischen Kindergarten, sondern den Kinderladen „Kinderfrei(T)räume“. „Man konnte sich einfach um einen Platz bewerben.“ Kolip hatte viel Spielzeug mitgebracht, in den Kinderfrei(t)räumen haben Kinder und Erzieherinnen die Dinge gesammelt, von denen sich die Kinder trennen wollen und können.

Die Kleinen, die im nächsten Jahr in die Schule kommen, haben einen großen Wunsch. Sie wollen sich für ihre Rennbahn noch Autos der Marke „Hot Wheels“ kaufen, dafür benötigten sie etwas Geld. „Zwei Autos hat mein Sohn Philip schon für die Vorschulaktion ersteigert.“

Annette Klober-Mieth, ehemaliges Kerbmädchen vom Jahrgang 1971/72, war das erste Mal dabei und verkaufte auch Spielzeug für Ältere. Ihr Sohn ist acht Jahre alt. Aber auch die junge Kundschaft war teilweise älter, auch größere Kinder waren gekommen, die bei Büchern oder Spielen fündig wurden.

Klober-Mieth sagte: „In der ersten halben Stunde habe ich recht gut verkauft. Ich finde den Flohmarkt vor Weihnachten eine gute Idee. Manche Spiele sind sowieso nur Saisonspiele. Ich kann mir gut vorstellen, noch einmal zu kommen, die Atmosphäre ist sehr schön hier.“

Anette Wucherpfennig hatte auch eher Spielzeug und Bücher für größere Kinder im Angebot. „Ich habe ganz gut verkauft, ob ich noch einmal komme, weiß ich nicht. Nicht weil es mir nicht gefällt, sondern weil mein Sohn eben älter wird und damit auch die Spielsachen über das Kindergartenalter hinauswachsen.“ J bea

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