Gickelsfest der Kleintierzüchter

Hähnchen auf neuem Grill

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Die drei vom Grill: Stefan Fröhlich, Marek Paschek und Christian Fröhlich (oben, von links) sorgen dafür, dass die Hähnchen gut gebräunt auf den Teller kommen. Roland Cöster (unten, rechts) isst sein Hähnchen am liebsten ohne Besteck, andere greifen lieber zu Messer und Gabel. 

Groß-Zimmern - Extra für sein erstes Hähnchenfest auf dem Vereinsgelände hat der Kleintierzuchtverein (KTZ) Groß-Zimmern einen professionellen Grill angeschafft.

Auch als Zeichen dafür, dass die knusprigen Gickel künftig häufiger mal auf der Speisekarte des Vereins stehen sollen. Beim Blick auf den Grill läuft manchen Besuchern des Gickelsfests das Wasser im Mund zusammen. In verschiedenen Graden der Bräunung drehen sich ganze Hähnchen an mehreren Spießen übereinander. „Die Angler bieten bei ihren Festen logischerweise Fischgerichte an“, sagt der Vorsitzende der Kleintierzüchter, Christian Fröhlich, „da liegt es für uns nahe, Hähnchen zu offerieren. Schließlich züchten viele unserer Mitglieder Hühner, die allerdings heute nicht auf den Teller kommen.“ Anbieten könnten die Züchter noch mehr, schließlich werden nicht nur die Gickel mit dem schönen roten Kamm gezüchtet. Fasanen zieht die Jägervereinigung groß, allerdings um sie dann auszuwildern. Auch Tauben verspeist mancher gerne. Dem Vorschlag, beim nächsten Mal Kaninchenrollbraten anzubieten, kann Stefanie Fröhlich wenig bis gar nichts abgewinnen. Sie züchtet Zwergkaninchen und wurde kürzlich von Landrat Klaus Peter Schellhaas wegen ihres Zuchterfolges ausgezeichnet – ,sie wurde Hessenmeisterin.

160 halbe Gickel hatten die Züchter in Großostheim geordert, nur wer vorbestellt hatte, kam am Sonntag in den kulinarischen Genuss. Bereits am Samstagabend gab es für die Mitglieder des Vereins eine schmackhafte Generalprobe. Schließlich musste der extra angeschaffte Grill erst einmal ausprobiert werden. Roland Cöster, Vorsitzender des Schwarzen Bocks, lässt es sich schmecken. Vorher witzelt er allerdings nicht nur über den Hasenrollbraten, sondern auch darüber, dass die Züchter nun endlich ihre Tiere mit den schiefen Füßen und Hälsen losgeworden sind.

Gescherzt wird insgesamt häufig, viele der Besucher kennen sich untereinander. Hähnchen, die es nicht mehr so häufig in Gastwirtschaften auf der Speisekarte gibt, werden bei manchen auch zu Hause zubereitet. Ausgetauscht werden auch Rezepte. Cöster kennt das Bierdosenhähnchen, Anleitungen dafür kursieren auch schon im Internet. Dabei thront das Hähnchen auf einer Bierdose ohne Deckel. Wahlweise kann es in einem geschlossenen Grill oder im Backofen zubereitet werden. Durch das Bier bleibt das Hähnchen saftig, außen wird es trotzdem knusprig.

Allerdings haben die Kleintierzüchter nicht vor, beim nächsten Event diese Art der Zubereitung zu wählen, sie ist doch zu aufwändig, 160 halbe Hähnchen ließen sich so nicht servieren. Fröhlich macht auch schon mal auf die nächste Schau aufmerksam. Am 1. und 2. Dezember wird der Verein in der Mehrzweckhalle die Landesverbandsschau ausrichten. Die sonst übliche vereinseigene Schau im Vereinsheim entfällt, stattdessen gliedert der Verein seine Lokalschau in die Landesverbandsschau mit ein.

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