In die Hände gespuckt

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Großen Anklang finden die neuen Spielgeräte in der Dresdener Straße.

Groß-Zimmern ‐ Auf der einen Seite wird ordentlich in die Hände gespuckt, am anderen Ende jauchzen bereits die Kinder. Am Freitag und Samstag fand der vorerst letzte Arbeitseinsatz der Bürger auf dem Spielplatz Dresdener Straße statt. Von Ulrike Bernauer

Während Erwachsene und etliche Kinder sowie Jugendliche kräftig an diesem Projekt der „Sozialen Stadt“ arbeiteten, wurden die Spielgeräte von den Kleinen schon eingeweiht.

Eine Nestschaukel sowie andere, größere Spielgeräte wurden bereits in der vergangenen Woche vom TÜV freigegeben. Aufgestellt wurden sie vom Bauhof. „Das wäre ohne spezielles Werkzeug und entsprechende Maschinen nicht möglich gewesen“, erklärte Tobias Lauer von der Projektwerkstatt. Anders sah es bei dem Arbeitseinsatz aus, hier war Eigenleistung angebracht und gefragt.

Eine Umrandung aus Granitsteinen wurde an den zwei Tagen angelegt, um den Rasen vom eigentlichen Spielplatz abzutrennen, in dem wie in einem riesigen Sandkasten, die Gerüste stehen.

Spielplatz ein Erfolg

Rund 15 Erwachsene und 20 Kinder schaufelten den Graben für die Steine aus, mischten Zement oder setzten die Steine. Detlev Kießig war intensiv im Einsatz. „Ich wohne in der Angelgartenstraße und helfe gerne mit, weil ich für Kinder etwas übrig habe“, erklärte er. Silvester Barat hingegen wohnt in einer ganz anderen Gegend der Gemeinde, aber: „Ich habe auch schon an der Rotunde mitgearbeitet“, erzählte er.

„An der Rundanlage sitzen seit der Fertigstellung abends immer Leute“, berichtete Lauer. Der Spielplatz und das benachbarte Gelände, das eher die Größeren zum gemütlichen Plausch einlädt, seien ein voller Erfolg und würden von den Bewohnern der umliegenden Häuser sehr gut angenommen.

„Das ist hier jetzt der letzte Einsatz, auch wenn noch einige Restarbeiten zu erledigen sind“, erklärte Lauer. Es muss noch Mutterboden angefahren, planiert und Rasen eingesät werden, aber diese Arbeiten werden wieder die Mitarbeiter des Bauhofes erledigen. Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet dem Sozialarbeiter die Zukunft des Bolzplatzes. „Wenn es regnet, steht der ganz schnell unter Wasser“, so Lauer.

Hoher Grundwasserstand ein Problem

Das Problem sei ein sehr hoher Grundwasserstand, dem nicht einfach abzuhelfen sei. „Wir haben zwar noch etwas Geld von der HSE-Stiftung bekommen, das wir für den Platz verwenden können, aber jetzt müssen erst einmal die Fachleute ran, um zu sehen, wie man das Problem lösen kann“.

Am Mittag war der Platz verweist, die Arbeiter hatten sich in die Schule im Angelgarten begeben, denn dort gab es Mittagessen für alle. Rewschen (9) hatte zuvor eifrig Sand geschaufelt und Unkraut beseitigt. Mit vollem Mund blickten Noelle (3), Tamara (5) und Justin (5) zufrieden um sich. Auch sie hatten viel gearbeitet und geschaufelt, bevor sie sich über die Spielgeräte und das Essen hermachten. Schließlich macht auch Spielen hungrig und es waren reichlich Würstchen und Kartoffelsalat für alle da.

Beim Essen saßen Jung und Alt zusammen und es herrschte genüssliche Stille, bis sich alle wieder auf den Platz zwischen die Häuser begaben, um die letzten Katzenköpfe zu setzen und Schubkarren zu schieben, während die Kleinen die Spielgeräte einem weiteren Belastungstest unterzogen.

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