Hallenbad bald wieder fit

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Tanja Müller macht die Duschen mit neuen Dichtungen flott für die neue Badesaison.

Gross-Zimmern - Hinter den geschlossenen Türen des Hallenbades herrscht rege Betriebsamkeit. Drei Mitarbeiter des Badepersonals sorgen mit Unterstützung eines Männertrios vom Bauhof derzeit für „klar Schiff“. Von Urusla Friedrich

Die beliebte Freizeiteinrichtung ist vier Wochen lang Schauplatz von Wartungs- und Reinigungsarbeiten. Um die porösen Dehnungsfugen im großen Becken neu zu verputzen, wurden rund 500.000 Liter Wasser abgelassen. Dies ist die einzige Gelegenheit, um das Wasser im Bad komplett auszutauschen. Immerhin: 70.000 Menschen tauchten hier im Vorjahr ein.

Während des Badebetriebes werden pro Tag und Gast 30 Liter Wasser erneuert – ein Prozess, den René Stoll per Computer regelt.

Heizungsrohr hatte für großen Aufwand gesorgt

Der Fachangestellte für Bäderbetriebe ist im Keller des Hallenbads abgetaucht – hier schlummern die technischen Anlagen. Undichte Chlorleitungen repariert er, wartet Filteranlagen, Mess- und Regelapparatur.

Mit Streichen und Verfugen sind die drei Männer vom Bauhof in Umkleiden und Badebereich beschäftigt. Ein undichtes Heizungsrohr im Eingangsbereich der Kabinen hatte für goßen Aufwand gesorgt, es musste zunächst im Beton freigelegt werden. Trotz verborgener Mängel spricht derzeit jedoch nichts dagegen, dass das Bad termingerecht am Montag, 12. August, wiedergeöffnet werden kann.

Insbesondere für die vielen Schulen ist dieser Termin wichtig. 11 460 Schulkinder aus 16 Schulen bis hin nach Mühltal und Groß-Bieberau gingen 2012 im Rahmen ihres Sportunterrichts in Zimmern baden. Von den 38 500 Besuchern, die in diesem Jahr das Hallenbad besuchten, waren 5 440 Schulkinder.

Diskussionen schlugen heftige Wellen

Das hohe Defizit, dass der Betrieb des Hallenbades jährlich verursacht, und die kritische Finanzsituation der Gemeinde hatten im Gemeindevorstand für Überlegungen geführt, das 500. 000 Euro große Minus beim Haushaltsposten Hallenbad herunterzufahren.

Die Kacheln im trocken gelegten Becken des Hallenbades werden zur Zeit auch von Bauhofmitarbeitern neu verfugt.

Eine Diskussion, die heftige Wellen schlug. Dauerbadegäste, Wassersportler, Schulen und Fans der Einrichtung waren beunruhigt, in wie weit ihr Hobby beeinträchtigt würde. Inzwischen haben sich die Wogen geglättet – in die Debatte scheint Ruhe eingekehrt.

Auch weil ein kommunales Gremium, die Hallenbadkomission, eine interkommunale Lösung mit der Nachbarstadt Dieburg erwägt. Denn für eine längere Schließungsperiode im Sommer müsste für das Personal des Hallenbades zeitweise eine andere Beschäftigung gefunden werden - idealerweise im Dieburger Freibad.

Konkrete Beschlüsse fehlen jedoch. So bleibt es bei den gewohnten Öffnungszeiten. Im sauberen, technisch und hygienisch überholten Freizeitbad kann mit Beginn des neuen Schuljahres wieder abgetaucht werden.

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