"Halloween-Rock" mit Doris Berg

Musik geht unter die Haut

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Zum „Halloween-Rock“war das Vereinsheim der Kleintierzüchter gut gefüllt.

Groß-Zimmern - Wenn Doris Berg den Beatles-Klassiker „Oh Darling“ singt, dann ist Gänsehaut angesagt. Von Michael Just

Zum Wochenende war das beim Halloween-Rock im Vereinsheim der Kleintierzüchter gleich zweimal der Fall: Einmal beim Sound-Check und damit beim Einstimmen der Instrumente, wenig später nochmal beim eigentlichen Auftritt. Im Anschluss bewiesen noch die vier Musiker von Witchcraft, dass sie auch nach über 30 Jahren Bandgeschichte einer der besten Verpflichtungen für einen soliden Rock-Abend sind.

Rolf Haller war dafür verantwortlich, dass sich das Vereinsheim der Kleintierzüchter zum Rockpalast verwandelte.

Seit September ist er dort der neue Pächter. Für den Abend nutzte er vor allem seine guten Kotakte zu Witchcraft-Gründer Jürgen Schneider. Wie Haller sagt, werde Live-Musik heutzutage nirgends mehr gefördert. Das soll sich in der Angelgartenstraße nun ändern: „Die Räumlichkeiten sind da. Hier werden bald noch andere Bands auftreten, das ist alles schon geplant“, so die Ankündigung des Mannes, der auch die Poststubb bewirtet.

Neu gegründete Formation "Two Times"

Der Halloween-Rock bei den Kleintierzüchtern war gelungen. Doris Berg und Altmeister Helmut „Lago“ Packa an der Gitarre traten zum ersten Mal mit ihrer neu gegründeten Formation „Two Times“ auf. „Wir haben nur viermal geprobt. Das war‘s“, erzählt Lago.

Das rund einstündige Programm von „Two Times“ machten vor allem Beatles-Balladen aus, die durch die unverwechselbare Stimme von Berg einen ganz eigenen Charakter erhielten.

Als krönenden Abschluss lieferten Witchcraft ein Potpourri der besten Rock-Klassiker. Zur Setliste gehörten „Smoke on the Water“ (Deep Purple) oder „Back in Black“ (AC/DC). Das Publikum mittleren Alters war ausgesprochen zufrieden, mit Witchcraft in die Rock-Ära der eigenen Jugend zurückzukehren.

Wer wollte, konnte zu diesem ungewöhnlichen Konzert auch in Grusel-Montur kommen, was einige Besucher taten. Für die Gänsehaut war das aber nicht nötig: Das schaffte die Musik ganz alleine.

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