Hans Hix begeisterte als Fee

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Die kleinen Besucher konnten unter anderem Marmeladengläser mit buntem Papier kunstvoll verzieren.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Tränen lachten die Besucher des Pfarrfestes am Fronleichnamstag bei der Vorführung des Märchens vom Aschenputtel. Geschickt hatte Organisatorin und Erzählerin Waltraud Emich ihre „Schauspieler“ ausgesucht.

Die zauberhafte Fee wurde von Hans Hix dargestellt, bei dessen Anblick - mit märchenhafter silberner Kopfbedeckung und einem Plüschblümchen in den Händen - die Zuschauer kaum an sich halten konnten. In weiteren Rollen wirkten mit Lisa Emich als Aschenputtel, Bürgermeister Achim Grimm als Prinz und als hässliche Schwestern Roswitha Rudolph sowie Gabi Kuhn-Flavio. Der unbestrittene Höhepunkt war diese gelungene Aufführung, bei der die Schauspieler schon allein durch ihr Auftreten glänzten.

Ein wenig schauspielerten auch die Kinder des katholischen Kindergartens. Sie waren zwar angetreten, um zwei Lieder zu singen, zwecks besseren Verstehens des Textes traten sie jedoch als Ritter und Pferde auf. Zu ihrem Leidwesen durften sie die Schwerter, die eigentlich auch zur Kostümierung gehört hätten, nicht mit auf die Bühne nehmen, die war dafür einfach zu eng.

Kettelerstraße wurde zur Spielmeile

Gar nicht erwarten konnten die Kirchenspatzen ihren Auftritt und stürmten gleich nach den Kindergartenkindern die Bühne. Alle jungen Sänger durften sich über einen wohlverdienten Applaus freuen.

Für die Kinder wurde bei diesem Pfarrfest etliches geboten. Die katholische junge Gemeinde, die Pfadfinder und die Ministranten hatten sich zusammengetan und sich viele Spiele ausgedacht. So gab es in der für den Verkehr gesperrten Kettlerstraße vor dem Pfarrzentrum sozusagen eine Spielemeile, zwar nicht ganz so lang, aber mit genügend Beschäftigung für die jungen Besucher des Pfarrfestes.

Treffen und Zielen beim „Erbsenerhaschen“

Gläser konnten dekoriert werden, Schnelligkeit war verlangt beim Erhaschen einer Erbse mit dem Hammer, fix mussten die jungen Spieler auch sein beim Wetttrinken mit einem Strohhalm oder beim Bobbycar-Rennen. Gut zielen und treffen können musste man beim Dosenwerfen und viele Mitspieler brauchte es beim Ballspiel mit einem großen, runden Tuch.

Die Kirchenspatzen begeisterten ihr Publikum beim bestens besuchten Pfarrfest.

Für die Erwachsenen waren eher leibliche Genüsse vorgesehen. Zum Mittagessen lockten zahlreiche selbst gemachte Salate und Heißes vom Grill. Die Kuchentheke am Nachmittag ließ kaum einen Wunsch offen und wer danach noch Hunger hatte, konnte sich an den beliebten Russischen Eiern, die es fast nur beim Pfarrfest gibt, gütlich tun oder am Spießbraten. Zugunsten der Orgel konnte man Rotwein genießen, aber auch köstliche Marmelade mit nach Hause nehmen. „Wir hatten wirklich üppig vorgesorgt, aber es ist auch tatsächlich fast alles aufgegessen worden“, staunte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Emich. Sie freute sich auch, dass das Pfarrfest in diesem Jahr ebenso wie die vorangegangene Fronleichnamsprozession wieder ein solcher Erfolg war. Eingeladen waren nicht nur die Gemeindemitglieder und Kirchgänger, Ökumene wurde auch beim Feiern groß geschrieben. Nicht nur Gäste der anderen Konfession konnte Emich begrüßen, sondern auch viele Glaubensbrüder aus Klein-Zimmern.

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