Bembel Man Cup zog viele begeistere Zuschauer an

Harte Jungs am Werk

Drei-Kampf: Stählerne Muskeln, ausgefeilte Technik und höchste Konzentration führten beim spektakulären Kräftemessen im Bembel Man Cup zum Sieg. Foto: Friedrich

Groß-Zimmern (ula) - Nicht nur für Insider wurde die Athletenhalle am Samstag zum magischen Anziehungspunkt. Viel Publikum versammelte sich beim Athletenverein Groß-Zimmern, um die muskelbepackten Sportler auf der Bühne anzufeuern.

Als die ganz „harten Jungs“ beim Kraft-Drei-Kampf im Bankdrücken, Kniebeugen und Kreuzheben die mächtige Hantel stemmten, war Aufruhr im Saal. Da wurden mehrfache internationale Sportler ebenso angefeuert, wie die heimischen Männer, die den Stärksten unter sich ausmachten.

Am Vormittag hatten die Gastgeber des Bembel Man Cup VII zwei schöne Erfolge verbucht. Friedrich „Sigmarson“ Mockenhaupt vom ausrichtenden Athletenverein holte in der Gewichtsklasse über 90 Kilo mit großem Abstand zum übrigen Teilnehmerfeld den Sieg. 252,5 Kilo bezwang er beim Kreuzheben, 167,5 Kilo stemmte er beim Bankdrücken und mit der 232,5 Kilo schweren Hantel machte der 22-Jährige eine Kniebeuge. Ein phänomenale Ergebnis für den Jurastudenten und Polizeikommissar, der seine Trainingsleistungen so noch toppte.

Auch Pepe „Rocky“ Silvano aus Groß-Zimmern holte den Sieg gegen die sprichwörtlich starke Konkurrenz im Wettkampf der Junioren unter 90 Kilo. 180 Kilo beim Kniebeugen, 145 Kilo im Bankdrücken und 235 Kilo beim Kreuzheben gingen auf das Konto des umjubelten Nachwuchssportlers, der gerade einmal 80 Kilogramm auf die Waage bringt. Der Bembel-Cup, dessen sportliche Organisation vom Athleten-Club Siegfried Darmstadt mitgetragen wurde, gilt als inoffizielle deutsche Meisterschaft im Drei-Kampf. „Die Besonderheit ist, dass es nur zwei Gewichtsklassen gibt“, sagte Michael Seibel, Abteilungsleiter Drei-Kampf bei den Athleten. Und: „Die Sportler müssen ohne unterstützendes Equipment stemmen.“ Keine Hilfsmittel, einfach Manneskraft pur. Eine Männerdomäne ist die Sportart allerdings nicht. In einem kleinen Damenfeld siegte Fiona „Gunda“ von Bachhaus vom FCL Rhein-Main Rüsselsheim.

Aus Deutschland und anderen europäischen Ländern hatte der Wettkampf Sportler angelockt. Das „Kräftemessen“ in seiner ursprünglichen Art verhalf einer Nischensportart in der Gemeinde zum Spektakel, das viel Publikum anzog. Damit hat sich ein Traum der Gastgeber erfüllt: Ihren Sport in der Heimat populärer zumachen. Eine vergleichbare Veranstaltung soll auch im Ringen für eine volle Halle sorgen. Dicke Muskeln, wenig Hirn - solche Vorurteile gehörten nicht in die Athletenhalle, so Michael Seibel. Wer mitmischen will, braucht Köpfchen, Training und Technik. „Genügend Schlaf und die Fähigkeit, Kraft auf den Punkt abzurufen“, ergänzte Fritz Mockenhaupt. Und natürlich die richtige Ernährung. „Buttermilch und Magerquark“, empfahl Trainingskamerad Christopher Tropea.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare