Haus „geschenkt zu teuer“

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Im Seniorenwohnheim informierte Pflegeleiter Franz-Josef Partsch über die Situation des Hauses und der Gersprenz GmbH.

Groß-Zimmern - In der Sommerpause nutzt die SPD-Fraktion die sitzungsfreie Zeit und besucht Projekte in der Gemeinde. Am vergangenen Samstagmorgen trafen sich die Parlamentarier mit dem Rad in der Ortsmitte. Erstes Ziel war das Seniorenwohnheim Gersprenz.

Pflegeleiter Franz-Josef Partsch informierte über die Situation des Hauses, das mit 42 Personen komplett ausgelastet ist. Die SPD-Gruppe konnte feststellen, dass sich das Seniorenheim in unmittelbarer nähe zum Kindergarten und Mehrgenerationenhaus zu einem „Kommunikationszentrum“ entwickelt hat und ein Glücksfall für die Gemeinde ist. Im Anschluss warf man einen kritischen Blick auf das ehemalige Eco Gelände in der Reinheimer Straße. Die SPD-Fraktion begrüßt, dass das Brachland bald beseitigt und die Baulücke geschlossen sein wird. „Kritisch bleibt anzumerken, dass hier wohl ein gelebter Denkmalschutz vollzogen wird“, so der Fraktionsvorsitzende Dieter Hader.

Auf ihrer Tour erhielten die SPDler auch Einblick in die baufällige Hofreite.

In der Grünen Mitte legte man zur Mittagszeit eine kurze Rast ein. Der Bachlauf beschäftigte das Parlament in der Vergangenheit in vielen Sitzungen. In der Zwischenzeit kann man nicht mehr von einem Bachlauf sprechen, sondern nurmehr einen Brunnen begutachten. „Es ist sehr bedauerlich, dass hier nur noch eine Steinwüste steht“, finden die SPDler. Zum Abschluss fuhr man zum „Haus Hirschkopf“ in der Wilhelm-Leuschner Straße 15. Das Gebäude sorgte ebenfalls für viel Diskussion. Hatte doch eine Parlamentsmehrheit beschlossen, das Haus für 190 000 Euro von privat zu kaufen, abzureisen und Parkplätze anzulegen. Die im Nachhinein bekannt gewordene Position der Denkmalschützer ist jedoch unmissverständlich. Das vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaute Haus gilt ebenso wie die Scheune am Westende des Grundstücks als schützenswert. Nach der Besichtigung des Innenbereiches, die den tatsächlichen Zustand der Hofreite ans Licht brachte, sagte ein Fraktionsmitglied: „Die ist geschenkt zu teuer“.

Als Opposition ist es unsere Aufgabe kritisch nachzufragen und die Maßnahmen zu überprüfen. Mit einer Besichtigung vor Ort wird einem deutlich, dass politischen Entscheidungen in Groß-Zimmern direkte Auswirkung auf die Gemeinde haben“, so Hader.

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