Heißer Abschied von der Tanne

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Licht im Dunkel und Wärme in der Kälte: Nach und nach werden die 158 abgeschmückten Weihnachtsbäume ins Feuer geworfen.

Groß-Zimmern - Die Weihnachtsbaumaktion der Chorgemeinschaft war ein voller Erfolg. 158 Bäume standen am Samstag verziert mit einem Bändchen an der Straße bereit. Von Ulrike Bernauer

Für zwei Euro hatte die Chorgemeinschaft das Bändchen verkauft, wurde das an den ausgedienten Christbaum geknotet, so wurde der von den rund 20 Helfern mit drei Fahrzeugen abgeholt und zum Anglerheim gebracht. Ab 17 Uhr erfreuten die Bäume dort dann die Zimmerner ein letztes Mal. Nach und nach wanderten sie in ein großes Feuer, das viele Zuschauer anlockte.

Die Sänger der Chorgemeinschaft hatten sich gerüstet. Sie verkauften heiße Getränke und Suppe an diesem bitterkalten Abend, bei dem so ein Feuer richtig einheizte und Spaß machte.

Einnahmen für Kinderchöre

„Die Aktion ist der Auftakt zu unserem Jubiläumsjahr“, sagte Bettina Peters von der Chorgemeinschaft. „Wir wollen mit unserem Feuer dem Jubiläumsjahr einheizen.“

Peters freute sich über die rege Teilnahme und hofft, dass es insgesamt im Geburtstagsjahr so weitergeht. Die Einnahmen der Aktion will die Chorgemeinschaft für ihre Kinderchöre verwenden.

Auch viele Kinder kamen, um das letzte Aufflackern der Weihnachtsbäume zu sehen.

„In diesem Jahr wird es auch wieder ein Musical geben“, kündigte Peters an. Das Datum hierfür steht mit dem 8. und 9. November schon fest. Besonders ist diesmal, dass nicht nur Chorus Line das Musical gestalten will. Auch der Frauen- und Männerchor wird mitsingen und spielen. Extra für das Musical wird der „ältere“ Chor auch einen Projektchor bilden.

Wer gerne einmal auf der Bühne stehen und sich in einem Chor nicht über Jahre binden will, ist herzlich von der Chorgemeinschaft zu diesem Projektchor eingeladen.

Einfallsreichtum gefragt

Für die Zimmerner war der Abtransport der Bäume relativ bequem. Da die Gemeinde die Bäume nicht überall in einer Aktion abholt, ist von den Bürgern Einfallsreichtum gefragt. Stellenweise werden die Bäume doch noch abgeholt, viele Bürger schneiden sie aber auch klein und versenken sie in der Biotonne.

So wie Hans Joachim Reichstein, der das Angebot zur Abholung gerne nutzte. „Wir leben in einem Vier-Generationen-Haus und haben gleich drei Bäume auf die Straße gestellt. Es ist bequemer, wenn die Bäume abgeholt werden. Sonst habe ich die Biotonne in die Wohnung geholt und den Baum gleich dort hinein geschnitten.“ Reichstein würde seinen Baum auch im nächsten Jahr wieder gerne so entsorgen, wenn die Aktion wiederholt werden sollte.

Melanie Bae ist mit ihren drei Kindern da. „Meine Kinder singen bei den Dozzern mit und wir haben natürlich unseren Baum gespendet. Ich halte das für eine gute Idee. die Einnahmen kommen der Chorgemeinschaft zugute und man hat nicht die Arbeit, die Bäume für die grüne Tonnen klein zu schneiden.“

Die meisten Kinder freuen sich, wenn wieder ein Baum auf dem Feuer landet und die Flammen hell auflodern. Aber auch die Erwachsenen sind begeistert vom feurigen Schauspiel. Wenn ein Baum besonders hell aufflackert erhält er regelrecht Applaus durch das laut anschwellende „Ah!“ und „Oh!“ der zahlreichen Zuschauer.

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