Heißes Turnier der Minigolfer

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Der Jahrgang 58/59 darf den Pokal als Sieger des Minigolfturniers der Kerbborschte mit nach Hause nehmen.

Groß-Zimmern ‐ Kühle Getränke finden am Samstag in der Grünen Mitte rasanten Absatz. Die kleinen Schatteninseln unter den Sonnenschirmen sind ebenfalls heiß begehrt. Es ist richtig heiß beim Minigolfturnier des Kerbborschte-Jahrgangs 70/71. Von Ulrike Bernauer

Kerbmädchen Esther Kolbe hat sich einen eigenen großen Sonnenschirm mitgebracht, den sie überall mit sich führt.
Dennoch macht den erschienenen 16 Gruppen von zehn Kerbborschtejahrgängen das Turnier viel Spaß, auch wenn in jeder Sekunde, die nicht gespielt wird, ein Schattenplatz aufgesucht wird. Ganz stolz auf sich ist nachmittags um drei bei der größten Hitze die Mannschaft des 75/76-er Jahrgangs.

Vorne an der Tafel steht es, sie führen mit 105 Punkten. Zwei Runden haben die erfolgreichen Newcomer schon hinter sich gebracht. „Aber eine machen wir noch“, sagt einer der Kerbborschte, „wir wollen unseren ersten Platz festigen“.

Ein Waschbecken hat den Ball verschluckt

In der Zwischenzeit hat die Turnierleitung ein ganz anderes Problem. Eine der Bahnen, an deren Ende der Ball in ein Waschbecken gespielt werden muss, hat den Ball verschluckt. Das Rohr, das normalerweise den Ball wieder ausspuckt, wird angehoben und kräftig geschüttelt - vergebens.

Selbst mit Voodoo-Zauber dauert es eine ganze Weile, bis der Ball bei der Windmühle den Weg ins Loch findet.

Nach einiger Mühe wird der Ball gefunden, im Waschbecken selbst hat er sich verklemmt. Die Chance, sich die Zähne zu putzen, nimmt übrigens keiner der Kerbborschte wahr, obwohl am Waschbecken, nebst Spiegel auch Zahnbürste und Becher befestigt sind.
Den Ball ins Loch der Windmühle beten die Kerbborschte vom Jahrgang 71/72. Einer der ihren schießt Fehltreffer in Serie, da hilft aller Voodoo-Zauber nicht. „Ich bin extra zum Turnier aus Pfungstadt gekommen“, erklärt Alexander Heil. Im Vordergrund steht für die meisten Kerbborschte aber sowieso der Spaß an diesem heißen Tag, das Siegen ist erst in zweiter Linie wichtig.

Trotzdem freut sich der beste Einzelspieler des Turniers, Benny vom Jahrgang 84/85, über sein Spiel.

Mit Glück erklärt er die Leistung von 19 Schlägen bei zehn Bahnen. Es freuen sich auch die Sieger des Turniers. Im Stechen zeigen sich die Oldies des Tages, der Jahrgang 58/59 den Newcomern vom Jahrgang 75/76 dann doch überlegen. „Der kühle Kopf hat sich durchgesetzt“, lacht Heinrich Osinski.

Ich nehme den Staubfänger nicht noch mal mit

Mit 105 Schlägen kommen die beiden ersten Mannschaften ins Ziel.

Zum Vergleich: der letzte des Turniers benötigt 167 Schläge, um mit vier Mann den Ball bei zehn Bahnen ins Loch zu befördern. 116 Schläge langen immerhin für den dritten Platz, den die Spielgemeinschaft aus den beiden Jahrgängen 84/85 und 80/81 erreicht.

Wer vom Erstplazierten Oldie-Jahrgang den Pokal mit nach Hause nimmt, ist am Ende des Turniers noch nicht klar. „Wir hatten den Pokal schon mal ein Jahr im Wohnzimmer, ich nehme den Staubfänger nicht noch mal mit“, sagt ein 58-er mit Blick auf den wahrhaft riesigen Pokal.

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