Erweiterungsfläche in der Waldstraße für Firma Georg und Otto Friedrich offenhalten

Hessenforst zum Verkauf bereit

Groß-Zimmern - Immer wieder einmal war in den politischen Ausschüssen und in der Gemeindevertretung die Aufstellung eines Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für die „Waldstraße 80“ Thema. Von Gudrun Fritsch

Hierfür wäre eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich, wobei die Kommunalpolitiker grünes Licht geben müssten.

Das Land Hessen besitzt gegenüber der Firma Georg und Otto Friedrich ein fast 7 000 Quadratmeter großes Grundstück. Zu dessen Entwicklung war zuletzt eine Wohnbebauung mit Mischgebiet zur Waldstraße hin geplant.

„Hessenforst war einfach zu hochmütig. Die wollten zu viel Geld“, kommentierte Gerd Merget (SPD) im Planungsausschuss die bisher ablehnende Haltung der Kommunalpolitiker. Auf Intervention des Fahnenstoffherstellers und auf Wunsch der Gemeinde wurde dieses Vorhaben inzwischen jedoch aufgegeben. Das Gelände wäre nämlich die einzige Erweiterungsmöglichkeit der Firma in unmittelbarer Nähe. Und die Gemeinde will den wohl größten Betrieb im Ort nicht verlieren.

Eine landesplanerische Voranfrage beim Regierungspräsidium Darmstadt im Herbst 2012 hat ergeben, dass von dieser Seite keine grundsätzlichen Einwände gegen eine Betriebserweiterung bestünden. Nach Rücksprache mit Bürgermeister Achim Grimm haben sich das Land Hessen und der potentielle Käufer dahingehend geeinigt, dass sich das Land um die Entwicklung des Grundstückes in einen baureifen Zustand bemüht. Wenn dieses Stadium erreicht ist, soll der Verkauf erfolgen. Deshalb hat das Forstamt Dieburg Entwürfe zur Nutzungsplanänderung und Aufstellung des Bebauungsplanes erstellen lassen.

„Ich bitte Sie, auch im Interesse der Firma Friedrich, den entsprechenden Anträgen zuzustimmen“, plädierte Bürgermeister Grimm im Parlament am Dienstag.

Das Vorhaben soll nach dem Grundstücksverkauf von der Firma Friedrich durchgeführt werden. Später abzuschließende städtebauliche Verträge seien entsprechend darauf abzustellen.

Im Geltungsbereich des Bebauungsplanes entlang der Waldstraße liegen auch zwei gemeindeeigene Parzellen, von insgesamt gut 1 000 Quadratmetern.

Einstimmig befürworteten die Gemeindevertreter den Antrag auf Aufstellung des Bebauungsplanes mit Änderung des Flächennutzungsplanes. Außerdem ermächtigten die Politiker den Gemeindevorstand, im Rahmen des Verkaufs mit dem Forstamt, Verhandlungen über den Verkauf der gemeindeeigenen Parzellen zu führen.

Allerdings müsste die Darstellung der Ein- und Ausfahrt auf das Gelände überprüft werden. Die Firma Friedrich soll ein Nutzungskonzept vorlegen, aus dem ersichtlich ist, mit welchem Verkehrsaufkommen durch das zusätzliche Lager zu rechnen ist.

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