Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Hubertus.

Ein Hirsch mit goldenem Kreuz

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Sehr gut besucht war die Hubertusmesse.

Klein-Zimmern (ula) ‐ „Gut, dass uns die Hörner aufhorchen lassen“, stimmte Pfarrer Christian Rauch die Gemeinde in der voll besetzten Kirche des Sankt Josephshauses ein. Die Hubertusmesse wurde dort Freitag als stimmungsvoller Gottesdienst mit viel Musik zelebriert.

Der Geistliche mahnte in einer durchaus provokanten Predigt an, wachsam zu sein. Die Messe zu Ehren des Heiligen Hubertus solle die Menschen Gottes Schöpfung näher bringen. Trotz des vermeintlichen Gegensatzes der Evolutionstheorie der Wissenschaft und der biblischen Genesis des Alten Testamentes seien die Wurzeln der Schöpfung Gottes Werk: „Die Evolutionslehre kann nicht alles deuten, vor allem nicht, wer die genialen Wunder verursacht hat“, so Rauch.

Im Schein der Kerzen umrahmten die Parforcehornbläser Maingau sowie der Gesangsverein Klein-Zimmern den Gottesdienst musikalisch. Pfarrer Rauch gelang es, den zeitlichen Bogen vom Wirken des Heiligen im 8. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu spannen. Dem ungestümen Jäger sei damals ein Hirsch mit goldenem Kreuz im Geweih begegnet. Von der Erscheinung geblendet legte er das Jagdgewand ab und wurde zum aktiven christlichen Glauben als Bischof von Lüttich bekehrt. Parallelen, die sich in der Gegenwart wieder spiegelten: „Das Problem ist, der Mensch hat die Schöpfung ausgebeutet“, sagte der Pfarrer und appellierte an die Christen, eine neue Partnerschaft zwischen Mensch und Schöpfung einzugehen.

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