Hoher Besuch im Hühnerstall

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Bei Ernst Keller fühlen sich die Zwerghühner „New Hampshire“ wohl.

Groß-Zimmern ‐ Aufgeregt rennen sie hin und her, die Hühner im Gehege von Ernst Keller. So viel Besuch sind sie nicht gewohnt, normalerweise kommt nur Hinkelvater Keller. Von Ulrike Bernauer

Der hat bei der Platzprämierung des Kleintierzuchtvereins Groß-Zimmern den zweiten Platz erreicht und jetzt wollen Bürgermeister Achim Grimm und die Pressevertreterin doch mal sehen, wie so ein ausgezeichnetes Gehege aussieht.
Den wunderschön gefärbten Zwerghühnern „New Hampshire“ ist der Besuch in ihrem Käfig allerdings alles andere als geheuer und der Hahn mit dem prachtvollen roten Kamm steht seinen Hennen an Aufregung in nichts nach. Sie beruhigen sich erst wieder, als der Besuch hinter das Tor zurücktritt. Gras haben die Zuchthühner in ihrem großzügigen Gehege, aber auch ein paar Sträucher hinter denen sie sich vor den Gästen verstecken können.

Einen schönen und aufgeräumten Anblick bietet das Gehege, nicht umsonst hat Keller in diesem Jahr den zweiten Platz erreicht. Seit nunmehr 65 Jahren züchtet der Tierliebhaber, ein Leben ohne den täglichen Gang zur Zuchtanlage kann er sich, genau wie seine Züchterkollegen, kaum vorstellen. 15 Alttiere der Rasse „New Hampshire“ hat Keller, dazu kommen noch 35 Junge, von denen er einige im November bei der Schau seines Vereins zeigen will. „Die Alten kommen jetzt bald in die Mauser“, erklärt er, „der Hahn hat schon ein nicht mehr ganz so dichtes Gefieder“. Wenngleich die Laien so etwas bestimmt nicht bemerken.

„Wirtschaftlich rechnet sich das mit den Zwerghühnern“

Bürgermeister Achim Grimm (von links) gratulierte den Züchtern mit den schönsten Plätzen, Ernst Keller und Erwin List. Den Glückwünschen schloss sich Vorstandsmitglied Jens Haas an.

Sieben bis acht Eier legen die Hühner pro Tag. Auch wenn die kleiner sind als von dem größeren Geflügel, mit Eiern ist Keller immer ausreichend versorgt. „Wirtschaftlich rechnet sich das mit den Zwerghühnern“, sagt der Züchter, „schließlich fressen die Kleineren ja auch weniger.“ Keller züchtet neben den Zwerghühnern auch noch australische Schopftauben und Rotschulterenten.

Nebenan liegt das Gehege von Volker Hotz, der hat bei der Platzprämierung den ersten Platz belegt. Hotz war am Wochenende allerdings verhindert und konnte sein Gehege nicht selber zeigen. Platz drei belegte nach der sachkundigen Bewertung durch die Brüder Gerd und Georg Weyrauch vom Kleintierzuchtverein in Zeilhard der Züchter Erwin List.

Bürgermeister Grimm gratulierte den ausgezeichneten Züchtern und ließ sich das Steak beim anschließenden Grillfest des Vereins gut schmecken.

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