„Hot Wheelz“ Bundesmeister im Formationslaufen

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Die „Hot Wheelz“ eroberten zum dritten Mal den Bundesmeistertitel. Am Start waren: Stephanie Katrin Bauer, Laura Olbrich, Tatjana Enders, Linda Stenzel, Song Nhi Nguyen und Helene Stengleich aus Groß-Zimmern sowie Melanie Krug, Franziska Budig, Jennifer Kienzle, Sofia, Franina und Leonora Moravec, Ersatz Katharina Fröhlich.

Groß-Zimmern - Die Freude war unbeschreiblich: Zum dritten Mal in Folge rollten die „Hot Wheelz“ auf heißen Rädern dem Titel entgegen: Bundesmeister im Formationslaufen 2009. Von Ursula Friedrich

Mit diesem Meistertitel darf sich die Rollkunst-Laufgemeinschaft mit sieben Mädchen und jungen Frauen aus Groß-Zimmern, einer Gräfenhäuserin, drei Mainzer und zwei Eppinger Läuferinnen fortan schmücken.

Bei der Bundesmeisterschaft im Rollkunstlaufen lief für die Gastgeber rundweg alles wie am Schnürchen. Der großartige Erfolg der „Hot Wheelz“ war das i-Tüpfelchen im Wirken des Rad- und Rollsportvereins Groß-Zimmern, der die Wettkämpfe bereits zum fünften Mal ausrichtete. „Die Planungen laufen schon seit Januar“, berichtete Nina Marchert von der Rollsportleitung. Seit drei Wochen wurde handfest zugepackt, geschrubbt, geputzt, die Georg-Fröhlich-Halle in festlichem Magenta dekoriert und nebenbei „die ein oder andere Nachtschicht eingelegt“, so Marchert. Schließlich sollte den 200 Sportlern aus 20 Vereinen und sechs Landesverbänden etwas geboten werden. Ein rühriges Vorstandsteam mit Heike Geier an der Spitze sowie rund 100 ehrenamtlichen Helfer machten das Wochenende sprichwörtlich zu einer runden Sache.

Begeistert war das Publikum in der Rad- und Rollsporthalle.

Vom reibungslosen Ablauf des Wettkampfprogramms über leckere, vitaminreiche Verköstigung bis hin zum Kuschelsofa für aufgeregte Athleten stimmte alles. Die “Kiss-and Cry“-Ecke wurde nach dem Vorbild der Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen für die Rollsportler eingerichtet, die ihren Wertungen im knuffigen Sofa entgegenfieberten – natürlich lag ein Päckchen Taschentücher für Tränen aller Art parat. Bürgermeister Achim Grimm lobte das tolle Engagement, insbesondere die motivierte Vorstandsetage: „Ein tolles Beispiel für Frauenpower in Groß-Zimmern.“ Bereits die tolle Halle sei ein Zeugnis starken Ehrenamtes im Verein, „die Halle haben die Mitglieder mit eigener Kraft und Händen erbaut.“

Früher waren wir auf der Freilaufbahn noch den Naturgewalten ausgesetzt“, erinnerte sich der Bundesrollsportleiter Wolfgang Panten an seine Kindheit in Groß-Zimmern, als man sich beim Laufen auf dem Teerboden noch Hautabschürfungen holte. Während die Kinder über die Freiluftbahn rollten, mauerten die Eltern eine Halle hoch, die nach ihrem Architekten und ehemaligen Vereinschef, Georg Fröhlich, benannt wurde.

Und die war nun zum fünften Mal Austragungsort der Bundesmeisterschaft. Die moderne, 20 mal 40 Meter große Bahn mit speziellem, hochwertigem Kunststoffbelag war vier Tage lang Schauplatz der besten Einzelsportler, Paare und Formationen im Rollkunstlauf, die mit ihren stimmigen Choreografien bis hin zu kniffligen Hebefiguren begeisterten Applaus erhielten.

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