Hunderte Gäste bei den Gänsen

Bei bestem Spätsommerwetter ließen es sich die Besucher des Hoffestes, bei unterhaltsamer Musik so richtig gut gehen.    J Fotos (2): wd

Groß-Zimmern - ,,Sind Sie der Bauer Mann?“, fragt die siebenjährige Luisa aus Dieburg am Lagerfeuer sitzend neugierig.

Sie hatte ihn tatsächlich erkannt, den Mann, der zum fünften Mal auf seinen Hof am Ortsrand von Groß-Zimmern Schulkinder zwischen sechs und 14 Jahren zur Übernachtung eingeladen hat.

„Ich komme seit vielen Jahren her und finde es total lustig, wenn die Gänse in den Stall getrieben werden und der Chef die Richtung vorgibt“, erzählt die zehnjährige Amelie aus Dieburg mit glänzenden Augen. Schön finden es die beiden auch, gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen, das Klaus Mann zuvor angezündet hat. Sie warten, wie 50 andere Kinder, auf das Stockbrot. Das wird vom männlichen und weiblichen „Mann-Nachwuchs“ gebracht. Der unterstützt seit einigen Jahren den Vater tatkräftig. „Dieses Fest kann ich nur organisieren, weil meine ganze Familie hinter mir steht“, betont Mann, der damit allerdings nicht nur seine Kinder, seine Ehefrau und den Vater meint, sondern auch seine Angestellten. Sie alle gehören zur großen Bauernhof-Familie und tragen zum Erfolg des Unternehmens bei.

Waren die Manns schon am Samstag mit den Besucherzahlen zufrieden, so toppte der Sonntag die Vorjahreszahlen noch um einiges, wozu sicherlich auch das optimale Spätsommerwetter seinen Teil beitrug. Lange Schlangen bildeten sich an den Essensausgaben trotzdem nicht, denn viele Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Die schmackhaften Rindersteaks aus eigener Produktion und andere Schmankerl wie Wachtel, hausgemachte Bratwürste, Rindswürste, Champignons, Kartoffeln und vieles mehr gingen weg wie warme Semmeln. Während die Eltern es sich beim Essen zur Musik der Live Band „Grass Unlimited“ gut gehen ließen, bot das Kinderparadies Bauernhof dem Nachwuchs vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Hatten die Mädchen vor allem beim Ponyreiten oder dem Streicheln von Hasen ihren Spaß, bevorzugten es die Jungen unter Anleitung Baumstämme klein zu sägen oder sich ein Schwert zu basteln. Kaum Zeit für eine Pause konnte sich der Traktorfahrer gönnen, der mit seinem immer voll beladenen Anhänger die Besucher rund um das Gelände chauffierte. Auch die Strohhüpfburg und der Sandberg waren ständig von Kindern belagert, die nach Herzenslust sprangen und im Sand spielten. Die Erwachsenen verschafften sich derweil einen Eindruck der an verschiedenen Ständen dargebotenen Waren und nutzten die Möglichkeit, zahlreiche Produkte vom Erzeuger zu erwerben. J wd

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