Diakonieverein sammelt Spenden für die Heime

Hunderte Kleidersäcke

Für jeden Geschmack ist was dabei, dieser Meinung sind Christine Köbel und Horst Schwarz vom Diakonieverein. Foto: Bernauer

Groß-Zimmern (bea) - Ein voller Erfolg ist die Kleidersammlung des Diakonievereins Groß-Zimmern.

Christine Köbel und Horst Schwarz, die am Freitag in der „Kleiderkammer“ stehen, können sich vor Säcken mit getragener Kleidung, aber auch dem einen oder anderen neuen Kleidungsstück, kaum retten.

Fast im Minutentakt halten die Autos vor der evangelischen Kirche und die Spender reichen Säcke voller Hosen, Röcken, Jacken und was es sonst noch an Klamotten gibt durch das Fenster des alten evangelischen Gemeindehauses.

Else und Berthold Rybczak beispielsweise haben fünf Säcke aus dem Kofferraum ihres Autos geholt. „Da sind allein 40 Röcke drin, zum Teil noch nagelneu und alle mit Rockspanner“, lacht Else Rybczak. „Ich gebe die alle weg, weil ich keine Röcke mehr trage.“ Viele Zimmerner haben regelrecht auf diesen Termin gewartet. „Früher habe ich meine abgelegte Kleidung selbst zu den Nieder-Ramstädter Heimen gefahren, seit ich von eurer Aktion weiß, warte ich immer bis ihr sammelt“, sagt eine Kleiderspenderin zum Vorsitzenden Schwarz.

Früher sammelte die evangelische Kirchengemeinde die Kleidung, seit drei Jahren hat diese Arbeit der Diakonieverein übernommen. Im Vorfeld waren in Groß-Zimmern 500 Säcke verteilt worden, die kommen jetzt alle gefüllt zurück. Schwarz rechnet wie in den Vorjahren mit bis zu 600 meist prall gefüllten Säcken. „Oft ist es ganz neue Kleidung, teilweise haben sich die Spender verkauft“, sagt Schwarz. Die fleißigen Sammler legen auch Wert darauf, dass ihnen gut erhaltene Kleidung gebracht wird.

In den Nieder-Ramstädter Heimen wird dann das Sammelgut sortiert. Manche Sachen werden für die Bewohner verwendet, vieles wird verkauft. Was gar nicht mehr zu gebrauchen ist, wird verarbeitet. Am Montag kommt der LKW und holt den Wäscheberg ab. „Die müssen wohl auch in diesem Jahr wieder zweimal fahren“, sagt Schwarz mit kritischem Blick auf den Berg von Säcken. „In einen Transporter passt das alles ja gar nicht rein.“

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