Thomas Unterleider ist seit drei Legislaturperioden für die CDU in der Gemeindevertretung

„Ich bin auf Kompromisse aus“

Wichtigstes Organ Groß-Zimmerns ist die Gemeindevertretung. Hier werden Planungen für die Entwicklung der Gemeinde diskutiert und Beschlüsse zu deren Umsetzung gefasst. Haushaltspläne und Änderungen in der Verwaltungsstruktur müssen von diesem Gremium bestätigt werden. Wer sind die 37 Gemeindevertreter? Die Wahl im März hat einige Neue ins Parlament gebracht, viele sind geblieben. Der Lokal-Anzeiger stellt die Kommunalpolitiker in lockerer Folge vor.

Groß-Zimmern (bea) - „Man sollte sich für das Soziale und die Kommune engagieren. “ Das ist die feste Überzeugung von Thomas Unterleider. Für die CDU sitzt der 52-Jährige seit mittlerweile drei Legislaturperioden in der Groß-Zimmerner Gemeindevertretung.

Der überzeugte Kommunalpolitiker ist ledig und hat keine Kinder.

Stark eingespannt ist er durch den Beruf. Zusammen mit seinem Bruder leitet er das Straßenbauunternehmen Unterleider, 17 Mitarbeiter hat der Betrieb. „Wir erhalten viele kommunale Aufträge in der näheren Umgebung und als Chef hat man doch wenig Freizeit. Oft muss man abends noch arbeiten oder auch recht regelmäßig samstags“, berichtet erklärt Unterleider von seiner beruflichen Belastung.

Wenn dann noch Zeit für ein Hobby bleibt, dann entspannt sich der Groß-Zimmerner gerne mit Büchern. Über Theologie liest der engagierte Katholik in seiner Freizeit aber auch Romane, die im Mittelalter spielen. Er engagiert sich auch in der katholischen Gemeinde. Eine Zeitlang war er im Pfarrgemeinderat, zurzeit ist er Kommunionhelfer. Aber auch sonst fasst Unterleider mit an, wenn es erforderlich ist und das Unternehmen es gerade zuläßt. Im Moment ist er aber zudem wöchentlich eingespannt, die katholische Männertanzgruppe „Elfchen“ ist im Trainingsendspurt für die Pfarrfastnacht. Unterleider gehört zu den Gründungsmitgliedern und ist nun seit rund 16 Jahren dabei (wie lange sie nun schon die Narren mit ihren Tänzen erfreuen, das wissen die Elfchen selbst nicht so genau).

„Das Training macht viel Spaß mit dieser Truppe, die jetzt in dieser Form seit etwa fünf Jahren besteht“, sagt der Zimmerner. Bereits im Oktober begannen die Tänzer mit ihren Proben.

Bürgermeister Achim Grimm sprach Thomas Unterleider an, ob er sich vorstellen könnte, für das Gemeindeparlament zu kandidieren. Der Groß-Zimmerner ließ sich aufstellen und wurde prompt gewählt.

„Ich bin dann auch in die CDU eingetreten. Vorher war ich bereits Mitglied der Jungen Union, aber eher sporadisch als konsequent dabei.“ Unterleider ist „familiär vorbelastet“. Der Vater ist ebenfalls in der CDU und der Großvater hat den Zimmerner Ortsverband seinerzeit mit gegründet.

Der Kommunalpolitiker ist im Haupt- und Finanzausschuss. In den Bauausschuss wollte er bewusst nicht, da hätte sich mitunter ein Interessenskonflikt mit seinem Unternehmen ergeben können. Inzwischen hat er sich in die Materie bestens eingearbeitet, auch wenn die Umstellung auf die Doppik ein Umlernen bedeutete.

Die politische Arbeit beschreibt er im Moment als „sehr schwierig, weil die Kommunen alle kein Geld haben. Wie kann man sparen und dafür sorgen, dass die Bürger sich trotzdem noch in der Gemeinde wohlfühlen?“, das ist für ihn zur Zeit die wichtigste Frage. Ganz oben auf der Liste steht für ihn die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, „die sind unsere Zukunft.“ Groß-Zimmern sei die einzige Gemeinde weit und breit, die zur Betreuung von Kindern auch über drei Jahren extra eine Kindertagesstätte bauen müsse. Das freut Unterleider auf der einen Seite, zeigt es doch, dass Zimmern eine junge Gemeinde bleibt, auf der anderen Seite bedeutet es aber Kosten für den extrem angespannten Gemeindehaushalt.

Wichtig ist ihm auch, dass die Parteien zusammenarbeiten. „Es ist klar, dass es in der Politik konträre Meinungen gibt. Aber es ist die Frage, ob man in die Konfrontation gehen muss oder sich nicht lieber einigt. Ich bin kein Hardliner, sondern eher auf einen Kompromiss aus, das entspricht eher meiner Natur.“

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