„Ich möchte weitermachen“

Groß-Zimmern ‐ „Mein Hauptwunsch als Bürgermeister ist es, dass wir einen ausgeglichenen Haushalt hin bekommen“, sagt Achim Grimm (CDU) im persönlichen Gespräch mit dem Lokalanzeiger. „Wir haben einiges zu bewahren, das Hallenbad, die Mehrzweckhalle und das Jugendzentrum“. Von Ulrike Bernauer

Der gelernte Verwaltungsfachwirt tritt bei der Kommunalwahl am 27. März an, um sein Amt zu verteidigen. „Ich bin gerne Bürgermeister“, sagt er, der seit knapp sechs Jahren die

Gersprenzgemeinde leitet. Eine neue Herausforderung suchte der 52-Jährige, als er vor sechs Jahren gegen den damals amtierenden Bürgermeister Dieter Emig (SPD) antrat und ihn mit denkbar knapper Mehrheit schlug.

Als Haupt- und Personalamtsleiter im Schaafheimer Rathaus sah er keine weiteren Aufstiegsmöglichkeiten und seine Parteigenossen in Groß-Zimmern fragten ihn, ob er als Bürgermeister kandidieren wolle. Seitdem ist der Zimmerner, der seiner Heimatgemeinde noch nie für längere Zeit den Rücken kehrte, mit Herz und Seele Bürgermeister.

Geboren wurde er 1958 in Darmstadt im Krankenhaus.

Er besuchte die Friedensschule und bis zur mittleren Reife die Albert-Schweitzer-Schule. Im Zimmerner Rathaus lernte Grimm den Beruf des Verwaltungsangestellten, den Fachwirt sattelte er oben drauf. „Ich möchte gerne weitermachen, auch wenn es mit der Familie manchmal nicht ganz einfach ist“, betont der amtierende Bürgermeister.

Zwei Jahre alt ist jetzt Tochter Johanna, im Herbst erwarten er und Ehefrau Anke das zweite Kind.

„Wir mussten unser Leben schon umstellen, als Johanna da war, aber glücklicherweise haben wir auch zwei Omas und eine Patentante, die sich kümmern“, erzählt Grimm. „Trotzdem müssen wir öfters

auf einen Babysitter zurückgreifen“. Es gibt zu viele Termine, die das Ehepaar gemeinsam besuchen will. Es bleibt auch kaum noch Zeit für des Bürgermeisters liebstes Hobby, das Singen.

Früher war er Vorsitzender der Chorgemeinschaft und sang in den beiden Chören „Chorus Line“ und dem gemischten Chor. Dafür fehlt heute die Zeit. Der einzige Luxus, den er sich manchmal noch gönnt, ab und zu ein Auftritt mit den Zimmerner Tenören Dirk Heimburger und Sascha Löffler, wie kürzlich bei der Pfarrfastnacht.

Auch hier ist ihm Gattin Anke eine große Hilfe. Als Chorleiterin kann sie ihrem Mann bei den richtigen Tönen helfen.

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