Immer dem Piepsen nach

Nasskaltes Nieselwetter sorgte dafür, dass die Vogelfreunde des Nabu in diesem Jahr weniger Arten hören und sehen konnten als sonst.Foto: Bernauer

Groß-Zimmern - (bea) Relativ ruhig war es von gefiederter Seite bei der Vogelstimmenwanderung des Nabu am Sonntag. Franz Peter, Vogelexperte und Nabu-Kollege aus Groß-Umstadt hatte hierfür zwei Erklärungen. „Die Vögel singen direkt nach dem Aufstehen am meisten. Um 9 Uhr haben sie sozusagen schon Frühstückspause“, so der Vogelexperte. Eine weiterer Grund sei die nasskalte Witterung.

Wenn es nieselt und der kalte Wind das Gefieder auseinander bläst, sei die Lust zum Singen eben einfach nicht so groß.

So hörte die Gruppe der Vogelinteressierten auch weniger Gezwitscher als in früheren Jahren. „Das zweitschlechteste Ergebnis nach 2006 hatten wir bei dieser Wanderung“, zog der Zimmerner Nabu-Vorsitzende Dr. Lothar Jacob sein Resümee. Hatten die Vogelfreunde sonst um die 18 Arten gehört und oft auch gesehen, so waren es diesmal nur 14 Arten.

Dafür gab es eine außergewöhnliche Besonderheit zu hören und zu sehen. Ein Schwarzspecht, den man normalerweise nicht so leicht zu Angesicht bekommt, gab sich die Ehre. Vogelkenner Peter erklärte auch, warum die Vögel im Frühjahr verstärkt singen: „Nicht damit wir uns daran erfreuen oder sie besser bestimmen können. Die gefiederten Freunde stecken so ihr Revier ab. Ihr Gesang warnt andere Artgenossen. Sie sagen: hier wohne ich“.

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