Früh übt sich, wer gut Inlinehockey spielen will / Mehr Jüngere bei Ferienspielen

Toreschießen ist gar nicht so leicht

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Bevor das Spiel beginnt, üben die Kinder den Schuss aufs Tor.

Groß-Zimmern - Einen ordentliche Spagat musste Jugendpfleger Markus Psczolla in der ersten Ferienwoche vollbringen. Er leitete die sportlichen Ferienspiele, in denen die Teilnehmer in der Rad- und Rollsporthalle blitzschnell unterwegs waren: Inlinehockey war angesagt. Von Ulrike Bernauer

Doch statt der 13- bis 18-Jährigen, die über die Bahn gleiten sollten, tummelten sich viel Jüngere. Die Zwillinge Amana und Amano sind gerade einmal sechs Jahre alt. „Wir haben von den Älteren nur vier Anmeldungen erhalten“, erklärte Psczolla, „dafür haben viele Jüngere Interesse angemeldet.“ Also entschied sich der Jugendpfleger, die Jüngeren über die Bahn gleiten zu lassen, die Älteren fungierten dabei sozusagen als Co-Trainer. „Die Spanne zwischen den Kenntnissen ist groß“, sagte Psczolla, „aber es funktioniert erstaunlich gut. Die Jüngeren lernen viel von den Älteren, und letztere nehmen mehr Rücksicht und erinnern sich daran, dass auch sie einmal klein angefangen haben.“

Am liebsten würden sie alle zusammen immer nur ein Spiel nach dem anderen austragen, aber Psczolla besteht darauf, dass zumindest morgens an der Technik gearbeitet wird. Am Montag begannen die Ferienspiele in der Rollsporthalle. Auch diesmal waren neben vielen Jungen auch vier Mädchen auf den Rollen unterwegs mit einer Laufschule. Doch auf den Inlinern bewegten sich die meisten sehr sicher, wie auf den ersten Blick zu sehen war. Am Dienstag wurde das Anspiel geübt, Passspiel und Schuss auf das Tor standen ebenfalls auf dem Stundenplan. Dann sausten die Ferienspielkinder über die Bahn und waren im Spiel auf der Jagd nach echten Toren. Die waren aber gar nicht so einfach zu erzielen. Das Tor ist klein und der Torwart in seiner ganzen Montur sehr wuchtig. Wenn er sich auf die Knie fallen lässt und den Schläger quer hält, dann ist fast das ganze Tor versperrt.

Dennoch gelang einem Spieler der grünen Mannschaft ein Tor. Ganz schräg von der Ecke kam er am Torwart vorbei. Jeden Morgen gab es für alle ein gesundes Frühstück, das wieder einmal die Firma „tegut“ den jungen Sportlern spendierte. So gerüstet, konnten die Sportler den Tag gut durchhalten, auch wenn die Meisten nach einigen Stunden auf den Rollen doch ganz schön erledigt waren.

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