Inliner gut auf der Spur

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Üben, üben und nochmals üben. Wie bei vielen anderen Sportarten müssen auch die Inline-Hockeyspieler ihre Grundfertigkeiten kontinuierlich trainieren.

Groß-Zimmern - „Wir haben mal ein Experiment gewagt“, sagt Jugendpfleger Markus Psczolla, der auch die Inline-Hockeyspieler des Ortes trainiert. Normalerweise sind bei den Ferienspielen die Altersgruppen in Jüngere und Ältere strikt unterteilt. Von Ulrike Bernauer

Die zweite Woche der Herbstferien ist bei den Ferienspielen für Jugendliche ab 13 Jahren reserviert. Doch diesmal dürfen auch fünf jüngere auch mitspielen, der Jüngste ist gerade zehn Jahre alt. „Und die schlagen sich richtig gut“, stellt Psczolla fest. Die meisten sind allerdings auch schon altgediente Spieler, also seit dem Beginn vor anderthalb Jahren beim Inline-Hockey-Team dabei.

Schwerpunkte hat Psczolla für diese Ferienspiel-Traninigswoche gesetzt. Das Aufwärmen macht er zum wichtigen Thema. Das kommt nämlich beim wöchentlichen Training oft zu kurz, mit den negativen Konsequenzen von Muskelkater oder auch Verletzungen. „Die Kommunikation auf dem Spielfeld muss noch besser werden. Wir haben viele gute Einzelspieler, aber beim Zusammenspiel hapert es dann“, beschreibt Psczolla sein Anliegen.

Gute Schutzkleidung und Helme sind bei der schnellen Sportart besonders wichtig.

Geschicklichkeitsübungen und Pässe Vorbereiten und annehmen, gehören auch zum Programm dieser Woche. Dafür wird ein Hütchen-Parcours aufgebaut, den die Läufer mit Schläger und Ball möglichst schnell umrunden sollen. Florian Geier macht gerade Pause, er hat sich eine Verletzung, eine Kapselzerrung am linken Fuß, allerdings beim Fußball, zugezogen. „Seit gestern darf ich wieder Sport machen und beim Inline-Hockey ist der Fuß im hohen Schuh besser geschützt“, sagt der Vierzehnjährige. Auch viele der anderen Jungen - bei diesen Ferienspielen nehmen nur Jungen teil, an Ostern spielten auch drei Mädchen mit – betreiben noch einen anderen Sport. Die Hauptsportart von David Fornoff ist Handball. „Zum Inline-Hockey gehe ich hauptsächlich wegen meiner Brüder“, erklärt der Elfjährige. Ruben Fornoff (15) hingegen spielt Hockey als einzige Sportart. „Früher habe ich Handball und Fußball gespielt, aber Hockey ist besser“. Die Schnelligkeit dieser Sportart hat es David Fornoff besonders angetan. Einer fällt altersmäßig völlig aus der Reihe. Torwart Daniel Brühl ist bereits 26 Jahre. Er spielt auch bei den wöchentlichen Trainingsstunden regelmäßig mit, für die Woche hat er sich extra Urlaub genommen. „Ich kenne Markus Psczolla schon lange, wir haben schon vor Jahren zusammen auf der Eisbahn in Roßdorf gespielt“, erzählt Brühl.

Ein eingespieltes Team sind die Inline-Hockey-Spieler inzwischen. Auch wenn sie momentan einiges an Trainingsrückstand aufzuholen haben. Während der Vorbereitungszeit auf die Bundesmeisterschaften der Rollsportler war die Halle besetzt und das Training der Hockeyspieler fiel seit den Sommerferien aus. Deshalb ist es im Moment auch schwierig, mal ein Freundschaftsspiel zu organisieren. Das wird nach dieser Woche intensiven Trainings allerdings einfacher sein.

Bedanken möchten sich die Inline-Hockey-Spieler bei der Firma Tegut. Die sponsert nämlich das Frühstück für die jungen Sportler. Von Brot bis Brötchen, über Wurst und Müsli bis zum Obst, eben alles, was man bei diesem kräftezehrenden Training braucht.

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