Projekt von Albert-Schweitzer-Schule und Seniorenheim

Integration von Jung und Alt

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Die Schüler der Albert-Schweitzer-SchuleLehrerin Bärbel Tippe (links.) und Ursula Fiebach sind gespannt, wie sich das gemeinsame Projekt künftig entwickelt.

Groß-ZImmern - Der Kontakt zwischen der jungen und der älteren Generation ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.

Dabei ist es wichtig, sich gegenseitig kennenzulernen: Nur so entsteht Verständnis für die Situation und die Verhaltensweisen der unterschiedlichen Altersgruppen und ein harmonisches Miteinander wird möglich. Um dieses Verständnis zu fördern, hat die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) zusammen mit der Senioreneinrichtung Gersprenz ein Projekt entwickelt, bei dem Jugendliche und Senioren in entspannter Atmosphäre aufeinandertreffen.

Die Idee hierzu hatte Bärbel Tippe, die pädagogische Leiterin der ASS. „Es ist ein Projekt für die Schüler der achten Hauptschulklasse. Als ich es ihnen vorgestellt habe, haben sich gleich alle dafür gemeldet – sogar als ich erklärt habe, dass es freiwillig ist”, freut sie sich über das Engagement ihrer Schützlinge. Insgesamt 16 Jungen und Mädchen nehmen damit an dem Projekt teil. Als Belohnung für die Teilnahme erhalten die Schüler eine Urkunde. Damit die Gruppe nicht zu groß ist, wurde sie auf zwei Treffen aufgeteilt.

Um sich auf das erste Treffen Anfang November im Seniorenheim vorzubereiten, wurde zuvor im Unterricht über Themen wie Alzheimer und andere Demenzerkrankungen gesprochen.

Bei einem Rundgang durch die Einrichtung zeigte Haus- und Pflegedienstleiterin Ursula Fiebach den Besuchern der ASS die verschiedenen Wohnbereiche und informierte die Schüler über die Abläufe, die es in einer Senioreneinrichtung gibt. Für viele war es der erste Kontakt mit einem Lebensabschnitt, der noch in weiter Ferne liegt, und die Schüler hörten aufmerksam zu. Da auch der Schulabschluss immer näher rückt, ist das Projekt für sie ebenfalls sehr interessant: Es bietet einen Weg, den Pflegeberuf näher kennenzulernen und sich eventuell dafür zu entscheiden. Nach dem Rundgang ging es zum Spielenachmittag mit einigen der Bewohnerinnen: „Mensch ärger dich nicht” und eine Würfelrunde standen auf dem Programm. Das Miteinander zwischen den Schülern und den Bewohnerinnen funktionierte reibungslos – alle hatten Freude an dem Nachmittag und die Zeit verging wie im Flug. „Es hat viel Spaß gemacht”, sagten Giuliana und Sümeyye, beide 14, und sie kommen gerne wieder.

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