International Brass

Alphornklang für Orgelpfeifen

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Vielseitige Vollblutmusiker (v.l.): Willy Huppertz, Bernhard Petz, Wilhelm Junker, Thomas Lindt und Waldemar Jankus. Einer der Höhepunkte des Konzerts war die Darbietung am Alphorn.

Groß-Zimmern - Fünf Musiker aus vier Nationen mit zwei Trompeten, einem Horn, einer Tuba und einer Posaune: das ist das Quintett „International Brass“.

Organisiert vom Orgelförderverein der katholischen Kirche gab das Ensemble am Sonntagnachmittag ein Konzert in Luigis Golfrestaurant. „Wir sind in einen Zwiespalt zwischen Regen und Fußball gekommen“, sagte der Vorsitzende des Vereins Dr. Manfred Göbel in seiner Begrüßung. Die Veranstaltung war eigentlich auf der Terrasse des Restaurants geplant, wegen des unbeständigen Wetters wichen sie aber ins Innere aus. Zusätzlich stand abends das WM-Finale an. Schlechtes Wetter und WM: Beides Gründe dafür, weshalb nicht alle Karten für das hochwertige Konzert verkauft wurden und nicht alle Tische besetzt waren.

Die Musiker von „International Brass“ kommen aus Deutschland, den Niederlanden, Litauen und Österreich. Ihr vielseitiges Repertoire geht von Barock bis Rock, Orgel Romantik bis Big Band Jazz und umfasst auch Komponisten wie Mozart oder Mancini. Für einen passenden Einstieg hatten sich die Mitglieder des Ensembles für Théodore Dubois‘ „Grand Choeur“ entschieden, das eigentlich für die Orgel komponiert wurde. Es folgten unter anderem Kammermusik für Blechbläser, ein Medley mit Liedern aus dem Musical West Side Story, Filmmusik von Michael Kamen, eine Kostprobe aus Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ und ein temperamentvolles spanisches Trompetensolo.

Variante zu Georg Friedrich Händel

Zwischendurch unterhielten die Mitglieder von „International Brass“ die Zuhörer abwechselnd mit Informationen zu den Komponisten, Anekdoten sowie zur Entstehung der Stücke. Während der Pause konnten sich die Gäste dann am Nudelbuffett stärken. Für das letzte Stück hatte sich das Quintett eine besonders „Was wäre wenn“-Frage gestellt: „Was wäre passiert, wenn Georg Friedrich Händel mit dem Schiff nicht nach England, sondern nach Amerika gefahren wäre?“ Die Antwort, die sie sich überlegt hatten, trug den Namen: „Oh when the Saints Halleluja“ und war eine gelungene Kombination aus dem Gospelstück „When the saints go marching in“ und Händels Halleluja-Chor.

Für die Musiker gab es zum Abschluss neben stehenden Ovationen auch das inzwischen traditionelle Dankeschön des Orgelvereins: eine kleine Drehorgel mit der Zimmner Hymne. Mehr Informationen zu „International Brass“ und musikalische Kostproben gibt es hier. 

(jug)

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