Jagdprobe für die Feiertage

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Jennifer Krüger hat ihrer Tochter Chiara-Lou ein Ei gegeben. Die Kleine freut sich und hätte am liebsten noch eins von Maximilian Wiedenmann.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Die Kinder- und Jugendlobby gibt es nun schon einige Jahre nicht mehr, aber eines wollen sich die ehemaligen Mitglieder nicht nehmen lassen, das Ostereierverstecken in der Kolping-Anlage.

So standen auch in diesem Jahr um Punkt drei Uhr viele Eltern mit ihren Kindern vor dem Eingang zum Park, um mal wieder auf Eiersuche zu gehen. 15 Uhr, diese Uhrzeit ist neu. „Wir haben festgestellt, dass viele Kinder doch gerne am Vormittag in den Gottesdienst gehen“, sagt Bettina Forster, „und die hatten dann immer Angst zu spät zu kommen und keine Eier mehr zu finden“. Diese Angst kann einen durchaus packen, wenn man sieht, wie die älteren Kinder in den Park stürmen, sobald der Eingang frei gegeben wird. Die Sechsjährigen, hier ist die Altersgrenze für die jungen Eiersucher, sind natürlich auch schneller beim Finden der bunten Eier, übrigens alles gefärbt Hühnereier. Aber auch die Kleineren haben öfter Glück, bei 1 440 Eiern, so viel befinden sich in vier Kisten, kein Wunder.

Und wer absolut kein Glück hat, oder wo sich ein oder zwei Eier im Körbchen verlieren, der bekommt noch eins vom Osterhasen dazu. Neben zwei Kaninchen, die ob des Ansturms ein wenig verschreckt in ihrem Käfig sitzen, sind nämlich noch drei Hasen auf zwei Beinen in der Kolping-Anlage unterwegs. Kenny Do, Edith Rasmussen und Liane Schreiber haben in ihren Körben viele gefärbte Eier und verteilen auch an die etwas später gekommen Kinder.

Nicht jeden interessieren die Eier auf Anhieb

Der sechsjährige Dominik hat schon einige Eier gefunden, dieses Jahr ist er zum letzten Mal dabei. „Im nächsten Jahr kommt meine Tochter“, erklärt Mutter Ilona Walt, „die ist jetzt erst ein Jahr alt“. Chiara-Lou Krüger sitzt noch im Kinderwagen und ist ebenfalls erst zwölf Monate. Als Osterhase Kenny Do ihr ein buntes Ei gibt, scheint sie das gar nicht zu interessieren, das Osterhasenkostüm fasziniert die Kleine viel mehr.

Im Garten des Kindergartens darf Chiara-Lou dann aus dem Kinderwagen, dieser Bereich ist reserviert für die allerjüngsten Osterfreunde. Hier nimmt das Kleinkind von Mutter Jennifer strahlend ein Ei in Empfang, aber auch die Osterdekoration würde sie gerne einpacken.

Eine Spendendose steht am Ausgang des Parks. Mehrere Mütter, die mit ihren Kindern das Gelände verlassen, füttern die Dose kräftig. Die Kosten für das Ostereiersuchen werden von den ehemaligen Mitgliedern der Kinder- und Jugendlobby getragen. Forster: „Es wäre schade, wenn diese Aktion nicht mehr stattfinden würde.“

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