60 Jahre Schäferhundeverein

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Wer ist der Schönste im ganzen Land, das ist die spannende Frage bei der Zuchtschau des Schäferhundevereins Groß-Zimmern Mitte. -

Groß-Zimmern - Zur Geburtstagsschau beim Schäferhundeverein kamen viele Vier- und Zweibeiner. Helga Sachs wurde in ihr Hobby sozusagen hineingeboren. „Mein Vater, Heinrich Göbel, war einer der Gründer des Vereins. Von Ulrike Bernauer

Hunde gehörten zu unserem Leben ganz selbstverständlich dazu“, sagt die Vorsitzende des Vereins für Deutsche Schäferhunde Groß-Zimmern Mitte, der in diesem Jahr 60 Jahre alt wird und für Sonntag, 28. Juli, zur Geburtstagsschau einlädt.

Wie viele Hunde und Halter nach Zimmern kommen werden, entscheidet sich erst zuletzt. „Viele melden ihre Tiere erst auf den letzten Drücker an“, so die Erfahrung von Sachs. Der Verein leitet die erhaltenen Daten dann zur Prüfung an den Hauptsitz des Deutschen Schäferhundevereins in Augsburg weiter. Nur ein registrierter Hund, der auch schon einige Prüfungen abgelegt hat, kann bei einer Schau den kritischen Augen des Preisrichters vorgeführt werden.

Gefragt wird auch nach Vater und Mutter

Abgefragt werden auf dem Meldebogen auch die Klasse des Hundes. Da gibt es die Gebrauchshunde in verschiedenen Altersgruppen von der Nachwuchsklasse (neun bis zwölf Monate) bis zum Herden-Gebrauchshund (älter als 24 Monate). Gefragt wird auch nach Vater und Mutter, auch die müssen beim Hauptverein registriert sein.

Auch Ellen Daum, Mitglied des Vereins, will am Sonntag ihre Hunde zeigen, die in blendender Verfassung sind. „Es macht einfach Spaß“, sagt sie auf die Frage, warum sie die viele Arbeit auf sich nimmt. Sie ist nicht mit den Vierbeinern aufgewachsen. Mit 18 Jahren kam sie auf den Hund. „Ich gehe auch gerne woanders auf eine Schau und freue mich, wenn ich schöne Hunde sehe.“

Bescheiden angefangen

Vor 60 Jahren hat alles sehr viel bescheidener angefangen. „25 gestandene Männer und aktive Hundeführer gründeten den Verein am 13. Januar 1953 im Gasthaus Waldeslust“, heißt es in der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum. Bereits drei Jahre später begann man mit dem ersten Abschnitt des Vereinsheims, das über die Jahre immer wieder erweitert wurde. Eine Zwingeranlage kam hinzu und zwei Übungsplätze.

Wie früher können auch heute Hundehalter um Rat bei der Erziehung ihres vierbeinigen Freundes fragen. „Aber das wird selten genutzt“, sagt Sachs. „Die Leute gehen lieber in eine Hundeschule.“ Es können durchaus auch Halter von anderen Hunderassen oder Mischlingen vorbeischauen, der Verein ist da trotz seines Namens sehr offen. „Bei der Gründung gab es noch nicht die Rassenvielfalt, die heute vorherrscht, da hatte man einen Schäferhund, einen Rottweiler oder einen Dackel.“

Erziehung eines Hundes ist richtig viel Arbeit

Auch der Schäferhundeverein hat Nachwuchssorgen. Hatte er in besten Zeiten mal 105 Mitglieder, so sind es heute rund 60. Davon haben etwa 25 einen oder mehrere Hunde. „Wer steht schon sonntagmorgens um sechs Uhr auf, um seinem Hund eine Fährte zu legen?“, fragt Daum. Denn die Erziehung eines Hundes ist richtig viel Arbeit und geschieht nicht mal so nebenbei. Den beiden Damen macht diese „Arbeit“ jedoch viel Spaß. Ein Leben ohne Hund können sich beide gar nicht vorstellen.

Nach dem Gespräch mit dem Lokalanzeiger wenden sie sich wieder wichtigen Dingen zu. Noch mehr Vorstandsmitglieder sind erschienen. Die Dienste für die Jubiläumsschau müssen verteilt werden.

  • Zur Geburtstagsschau sind alle eingeladen. Beginn ist am Sonntag (28.) um 9 Uhr auf dem Vereinsgelände neben dem Anglerheim.

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