65 Jahre und voller Energie

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Erhard Höptner konnte ein egroße Schar der Viktoria Vereinsfamilie zur Nacht der Legenden begrüßen.

Klein-Zimmern (wd) ‐ „Sie, liebe Viktoria-Familie, sind das Herz und die Seele des Vereins, wir geben nur den Schritt vor und jeder Vorstand benötigt die Unterstützung seiner Familie“, sagte Erhard Höptner vom 5er-Gremium des SV Viktoria Klein-Zimmern am vergangenen Freitagabend im Rahmen der „Nacht der Legenden“, aus Anlass des 65-jährigen Vereinsjubiläums.

Über mangelnden Zuspruch konnte sich der Vorstand an diesem Abend keineswegs beklagen. Die in den vergangenen Jahren von der AH-Abteilung überdachte Terrasse, wie auch das dahinter stehende kleine Zelt waren gut gefüllt. Auf der Bühne zeigte die Viktoria-Familie eindrucksvoll, dass sie obwohl das Rentenalter nun erreicht ist, noch lange nicht zum alten Eisen gehört. „Hier bei der Viktoria, dem größten Verein in Klein-Zimmern wird Vorbildliches geleistet, dafür lässt es sich kämpfen“, lobte Bürgermeister Achim Grimm, vor allem die hervorragende Nachwuchsarbeit des größten Klein-Zimmerner Sportvereins. Die beschränkt sich schon seit vielen Jahren nicht mehr alleine auf das Fußballspielen, was am Freitagabend in vielen Facetten zu sehen war.

Michael Jackson zu Gast

Die Gruppe Salama entführte in den Orient.

So purzelten, angetrieben von ihrer Übungsleiterin Martina Wiche, elf Drei- bis Siebenjährige Jungs und Mädchen über die Bühne. Danach zeigten die Lollipops, wie vielfältig mittlerweile das Sportangebot bei der Viktoria ist. Für ihren Tanz „Feuer und Eis“, den sie auch schon im Februar im Rahmen der Viktoria-Party-Sitzung zeigten, erhielten sie viel Applaus. Ein Dank ging auch an die beiden scheidenden Trainerinnen der Gruppe, Janine Sauerwein und Madeline Poth, denen Manuela Zapf als neue Gruppenleiterin folgen wird. Sie betrat gleich danach mit ihrer Tanzgruppe Salama die Bühne und führte dabei das Publikum in die Welt des Orients. Dies gelang auch kurz danach der zweiten Gruppe Traumtänzerland mit Bravour. Es gibt Legenden, die sterben nie, und eine davon präsentierten die Viktorianer in Form ihres E-Jugend Kickers Steven Baader. Er imitierte mit schnellen Schrittkombinationen und mit Live-Gesang das Pop-Idol der letzten Jahre, Michael Jackson, und brachte dabei das Publikum so richtig in Wallung.

Immer ein Thema: der FSV Groß-Zimmern

Die Viktoria hatte auch noch lebende Legenden eingeladen, die für ihre langjährigen Verdienste ausgezeichnet wurden. Als einzigstes noch lebendes Gründungsmitglied wurde Egon Wiedekind mit einem Präsentkorb bedacht, ebenso wie der langjährige Ehrenvorsitzende und alte Haudegen Wolfgang Sauter. Legendäre Geschichten erzählte an Hand einer Powerpoint-Präsentation Meinrad Wiedekind. Und immer wieder spielte dabei der Nachbar vom FSV Groß-Zimmern eine Rolle. Den ersten strengen Verweis gab es für die Viktoria nach einer Tätlichkeit eines Linienrichters, der erste Spielabbruch folgte kurz danach. Im Jahr 1958 trennten sich dann die sportlichen Wege beider Vereine.

Erst nach 46 Jahren Pause, kam es in der Saison 2004/05 wieder zu einem Derby um Punkte, das der FSV mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Den ersten und bisher einzigen Sieg feierte die Viktoria 2008 mit einem ungefährdeten 3:0. Abgerundet wurde der unterhaltsame und informative Abend mit Bildern der vergangenen Jahre, die Benedikt Porzelt und Matthias Wenchel zusammengestellt hatten.

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