In 25 Jahren auch schwere Momente

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Johannes Köbel (zweiter von rechts) wurde aus dem Ortsgericht Groß-Zimmern verabschiedet. Für 25-jährige Tätigkeit dankten ihm der erste Beigeordnete Hans Wichmann, der stellvertretende Amtsgerichtsdirektor Ernst Porschitz und der Ortsgerichtsvorsteher Stefan Herbert (von links).

Groß-Zimmern/Dieburg (bea) ‐ Schätzungen von Gebäuden und Grundstücken hat er gerne gemacht, andere Aufgaben eines stellvertretenden Ortsgerichtsvorstehers fielen Johannes Köbel jedoch schwer. „Hinter mancher Tür, die wir haben aufmachen lassen, lauerte der Tod“, erinnert sich der Groß-Zimmerner an schwere Momente seiner Tätigkeit.

Nach 25 Jahren im Ortsgericht Groß-Zimmern wurde Köbel, Jahrgang 1932, am Freitag im Amtsgericht Dieburg vom stellvertretenden Amtsgerichtsdirektor, Ernst Porschitz, feierlich verabschiedet. „25 Jahre im Dienste der Allgemeinheit, das ist eine lange Zeit und das schaffen nur wenige“, stellte Porschitz fest und dankte dem Jubilar und scheidenden Ortsgerichtsmitglied Köbel ganz herzlich.

Dank gab es auch vom ersten Beigeordneten Hans Wichmann. „Das Ehrenamt ist für unsere Demokratie sehr wichtig“, so die Überzeugung von Wichmann. Es gratulierte auch der jetzige Ortsgerichtsvorsteher Stefan Herbert, der nach eigenen Worten noch an seinen 25 Jahren arbeitet.

1985 trat Köbel für die ersten zehn Jahre seine Arbeit im Ortsgericht an, 1995 verpflichtete er sich für weitere zehn Jahre, 2005 auf eigenen Wunsch nur noch für fünf Jahre.

Im Ruhestand will sich Köbel dem Garten widmen

Für Gebäudeschätzungen war der Zimmerner bestens ausgebildet, er arbeitete bis zu seiner Rente als Architekt bei Wella. Weltweit war er für die Firma unterwegs. „Das erste Hochregallager in Rotchina habe ich mitgebaut“, erinnert er sich. Politisch hat er sich viele Jahre für die CDU im Gemeindeparlament engagiert. Das Amt des ersten Beigeordneten bekleidete er während seiner kommunalpolitischen Karriere ebenso wie das des Gemeindevorstehers.

Über zwei Töchter und vier Enkelkinder freut er sich. Viel organisatorisches Geschick war notwendig, um alle Aufgaben unter einen Hut zu bringen.

Nach diesen ausgefüllten Jahren freut sich Köbel nun auf den Ruhestand ohne jegliche Verpflichtungen. Dem Garten will er sich mehr widmen, Radfahren, mit seiner Frau spazieren gehen und häufiger in Urlaub fahren.

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