Riesenandrang beim 20. Äpplerfest

Jahrgang 1973/74 führt letztes Mal Regie

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Die grün-weißen Kerbborschte 2013 demonstrierte Sangeskraft und gute Laune. 

Gross-Zimmern - Was verbindet Menschen unterschiedlicher Generationen, Geschlechter und Gesinnung? Die Zimmerner Kerb. Von dieser intensiven Verbundenheit gab es am Samstag Abend eine Kostprobe, als der Jahrgang 1973/74 sein 20. Äpplerfest veranstaltete.

Am Anglerheim ging es mit Gesängen, guter Laune und literweise „Stöffche“ unter den Gästen hoch her. Obwohl: Etwas Schwermut lag in der Luft, denn für den rot-weißen Jahrgang war es die letzte Äpplerparty – zumindest in der Rolle des Veranstalters. Die Geschichte der Stöffche-trächtigen Party ist natürlich eng mit der Kerb verwoben.

„Das Äpplerfest entstand, als wir donnerstags vor Kerb die Halle fertig geschmückt hatten und dann bei den Eltern unseres Kerbmädsches zum Äppelwoi trinken einkehrten“, erzählte der Kerbvadder Boris Becker, der nein, mit dem berühmten Tennisstar mitnichten verwandt ist. („Mein Name ist reiner Zufall“, erklärt er, der als Namensvetter des schlagstarken Boris vielfach angesprochen wird).

Jahr für Jahr süffigen Äppler

Die Eltern von Kerbmädsche Yvonne Plechatsch sevieren, Dank eines fruchtbaren Obstackers in Groß-Umstadt, Jahr für Jahr süffigen Äppler. Alljährlich fand sich der harte Kern – 17 Mann und das Mädsche – traditionell donnerstags zusammen, etliche weitere Jahrgänge im Schlepptau.

„Das war uns wichtig“, so Boris Becker, „dass unser Kerbmädsche nicht nur einmal blüht, sondern immer wieder mitzieht.“ Denn Kerb, das ist schließlich ein Bündnis fürs Leben.

Mit den Jahren wurde der Radius des Äpplerfestes noch größer, die Bevölkerung roch Lunte, Pardon Äpfel, und feierte mit. Trotz allen Feierns, gibt der rot-weiße Jahrgang das Zepter nun an Jüngere ab. „Aber ein rot-weißer Jahrgang sollte es schon sein“, betont Kerbmädsche Yvonne. Immerhin: Bewerbungen gibt es schon.

ula

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