„Jetzt gibt's `ne Mensa für uns!“

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Als „Ort, in dem es Gespräche gibt, Vertrauen, wo wir die Mauern aus Gier und Verächtlichkeit abbauen“, sehen die Kinder die Mensa.

Groß-Zimmern (guf) ‐ „Endlich ist es so weit, die Mensa bringt uns Leben. Alle warten schon gespannt, was wird es wohl geben“, singt der Schulchor. Die Fünftklässler Vanessa und Jan haben für die Einweihung des neuen Gebäudes den Text geschrieben und die Festredner sind von den klaren Worten beeindruckt.

So kommt das richtig gut rüber“, lobt Landrat Klaus Peter Schellhaas voller Bewunderung. Im Wechsel mit Schuldezernent Christel Fleischmann und Rektor Helmut Buch hat er zuvor den immerhin fast achtjährigen Werdegang bis zur Fertigstellung der Mensa an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) beschrieben (wir haben berichtet). Trommeldonner und Schulband begrüßen die zahlreichen Gäste aus Kreis, Gemeinde, Schule und Elternschaft mit passenden Tönen in dem neuen, angenehm hellen Speisesaal. „Passgenau“, so Schellhaas, sei der Bau. Schließlich eine er die benachbarte Grundschule im Angelgarten (SiA) mit der ASS. Die Ganztagsbetreuung könne nun noch besser funktionieren. Anerkennung zollt er der Schulleitung für den Mut zur Rückkehr zu G 9.

Von „Licht, Luft und riesigen Flächen für Graffiti“ schwärmt Fleischmann und entdeckt den „Geist der Gemeinschaft“. Dem sei er bereits kürzlich beim Schulhofbau begegnet. Insgesamt erhalten Buch, seine Kollegin Martina Goßmann (SiA) und Bürgermeister Achim Grimm viel Lob für das gelungene Miteinander, das auch im Projekt „Soziale Stadt“ mitschwinge.

„Hier macht Lernen Spaß“

Hier macht Lernen Spaß“, sagt der Landrat und mit freudigem Nicken signalisieren die Gäste Zustimmung. Ähnlich wie der Ex-Schulleiter und heutige Erste Beigeordnete der Gemeinde, Hans Wichmann, sind die Wegbegleiter der Schule froh und erleichtert: Offensichtlich hat sich die ASS zum Positiven entwickelt. Bau und Ausstattung wurden verbessert, personell scheint die Gemeinschaft gut zu funktionieren.

Mit ernsten Worten ruft Goßmann zurück in die Realität. „Wir wollen, dass unsere Schüler eine gute Kindheit haben“, sagt sie und erinnert an zunehmende Problemfälle und Vehaltensauffälligkeiten. „Täglich ein warmes Essen und liebevolle Betreuung, das kennen etliche nicht“. Zwar werde ehrenamtlich viel geleistet, aber „wir brauchen mehr professionelles Personal“, fordert sie. Mögliche Lösungen sieht Goßmann in der Vernetzung, mahnt jedoch: „Es ist noch ein weiter Weg zu gehen.“ Über den „tollen Anfang“, freuen sich dann alle bei der Brotschlüssel-Übergabe.

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