Eröffnung Kita

Jetzt gibt's Platz für alle Kinder

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Spaß mit der „Hexe Wackelzahn“ hatten die „Dozzer“. Die jüngsten Sänger der Chorgemeinschaft trugen zur Einweihung des Kindergartens passende Lieder vor. J Fotos (2): Fritsch

Groß-Zimmern - Mit so großem Andrang hatte wohl kaum jemand gerechnet. Wer am Samstag an der Eröffnungsfeier in der Kindertagesstätte Angelgartenstraße teilnehmen wollte, musste sich durch einen Pulk Wartender drängeln. Von Gudrun Fritsch 

Allerdings verlief trotz Überfüllung alles friedlich und nach Plan. Mit zum Anlass passenden Bewegungsliedern begrüßten die Dozzer, die jüngsten Sänger der Chorgemeinschaft, die Gäste. Aufgrund der Vielzahl vermied es Bürgermeister Achim Grimm, alle Ehrengäste zu nennen. Er dankte den Politikern, Planern, Handwerksmeistern, Erzieherinnen und Gemeindemitarbeitern für die gute und zügige Zusammenarbeit. „Mit dieser Einrichtung haben wir in Zimmern erstmals seit Jahren wieder Platz für alle Kinder“, berichtete Grimm und blickte zurück: „Im Dezember 2012 war hier der erste Spatenstich, da war es noch kalt. Im Mai 2013 war das Richtfest und jetzt ist der Kindergarten fertig.“ Die Kostenplanung von 2,8 Millionen Euro konnte eingehalten werden. Die ursprüngliche Berechnung sei sogar deutlich unterschritten worden, berichtete Architekt Hans Birli.

Finanziert wurde der Kitaneubau von Land und Kreis mit 600 000 Euro, sowie über das Projekt „Soziale Stadt“ (800 000 Euro) und Eigenmittel der Gemeinde. „Wir werden allerdings jährlich mindestens 500 000 Euro für Betriebskosten zahlen“, ergänzte Grimm. Er lobte in diesem Zusammenhang auch das sehr gute Miteinander in der Gemeindevertretung. „Alle haben hier fraktionsübergreifend gemeinsam und zielorientiert gearbeitet.“ Vorbildlich sei das Engagement von Bauamtsleiter Klaus Keller, der das Werk von Planern und örtlichen Firmen hervorragend koordiniert habe. Auch den Anwohnern dankte Grimm und kündigte an, dass die Bauarbeiten nun noch nicht zu Ende seien. Als nächstes geht es nämlich neben dem Kindergarten auf dem Festplatz mit dem Bau des Jugendsportplatzes weiter. Auch die neue Verkehrsführung rund um Schule, Kindergarten und Jugendzentrum sei gewiss nicht unproblematisch für die Anwohner. „Ich hoffe dennoch auf eine gute Nachbarschaft“, betonte Grimm, bevor er zur Schlüsselübergabe schritt.

Bürgermeister Grimm übergibt symbolischen Schlüssel

Neben dem kleinen gab es einen symbolischen Riesenschlüssel aus Teig, den Bürgermeister Grimm und Architekt Birli an Markus Hennemann vom Träger (AWO-family, im Bild rechts) und Kindergartenleiter Tobias Lautenbacher (links) übergaben. Nach den Grußworten der Kreisbeigeordneten Rosemarie Lück segneten die Pfarrer Michael Fornoff und Christian Rauch das Haus. Willibald Herlt zeigte mit einer Spende, dass es bei den Zimmerner Ruheständlern bisher keinen Generationenkonflikt, sondern einen Fond „Alt für Jung“ gibt. Überrascht wurde Bürgermeister Grimm von der Frage des AWO-Kreisvorsitzenden Günther Christ, der wissen wollte: „Woher kommt eigentlich der Name? Kann man hier angeln und wo war der Garten?“

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

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