Lümmelbänke neben Skater-Bahn und Bolzplatz / Politik ist jetzt am Zuge

Jugend plant Festplatzgestaltung

So könnte der Jugendplatz nach Meinung der jungen Planer aussehen. Foto(Repro): ula

Groß-Zimmern (ula) - Während Politiker und Planer an den Details für den neuen Kindergarten auf dem Festplatz feilen, wissen die Jugendlichen genau, was mit der verbleibenden zwei Drittel Fläche geschehen soll.

Gemeinsam mit Tobias Lauer von der Projektwerkstatt und dem Landschaftsarchitekten Bastian Laub entwickelten ein Dutzend Kinder und Jugendliche vergangenen Oktober den Entwurf für einen Jugend- und Sportpark.

Skater- und BMX-Bahn, Bolzplatz, Lümmelbänke, Kletterwand, Riesentrampolin, Spielgeräte, daneben Bäume, Büsche und Rasen sollen auf dem Areal zwischen Jugendzentrum und Albert-Schweitzer-Schule (ASS) für ältere Kinder und Jugendliche entstehen.

Auch die Idee, die Straße „Am Festplatz“ zur Spielstraße umzuordnen oder gar ganz für den Kfz-Verkehr zu sperren, wurde im Sinne der jungen Bürger eingearbeitet.

Bastian Laub konnte für die Jugendpark-Idee als Landschaftsarchitekt gewonnen werden – er fertigte die Entwürfe unentgeltlich an und reichte das Ergebnis als Prüfungsarbeit seines Bachelorstudiums ein. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurde beim jüngsten Treffen noch einmal an Details der Planung gefeilt.

Lauer bemüht sich bereits um einen Termin mit Kommunalpolitikern und den Anwohnern des Festplatzes, um das Projekt schnell voranzubringen. „Baustart 2012“, so seine kühne Vision, schließlich könnte es mit der benachbarten Kindergartenbaustelle einige Synergieeffekte geben. Mit dem Erdaushub ließe sich beispielsweise ein tolles Hügelareal aufschütten. Wie bereits bei anderen Projekten könnte eine gemeinsame Idee über die Projektwerkstatt „soziale Stadt“ kostengünstig und ohne viel Bürokratie umgesetzt werden, wenn sie von vielen mit getragen wird. In der Vergangenheit wurde an der ASS beispielsweise das Außengelände gestaltet und mit Spielgeräten versehen.

Kostenschätzungen für den Jugendpark gibt es noch nicht. Laub entwarf Ideen, wie sich Wünsche preiswert verwirklichen lassen. Beispiele: Lümmelsofas aus Europaletten, ein ausrangierter Bauwagen als Kiosk. „Es gab bei den Jugendlichen eine Wunschliste und wir haben alles berücksichtigt“, sagte Lauer. Doch nichts sei in Stein gemeißelt, „wir stehen noch am Anfang.“ Neben der baulichen Umsetzung des Jugend- und Sportparks müsse außerdem ein inhaltliches, pädagogisches Konzept zur Nutzung des ganzen auf die Agenda. Nun ist es zunächst an der Kommunalpolitik, sich mit der Planung auseinander zu setzen.

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