Jugendarbeit ist der Spitzenreiter

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So schön könnte es in der Wilhelm-Leuschner-Straße aussehen. Computersimulationen, die den Teilnehmern gut gefielen, und deren Realisierbarkeit geprüft werden soll.

Groß-Zimmern (guf) ‐ Man kennt sich in Zimmern. Gut 50 Bürger sind am Montagabend ins Rathaus gekommen, wo es um das „Integrierte Handlungskonzept“ der „Sozialen Stadt“ ging. Von Gudrun Fritsch

Neben zahlreichen Kommunalpolitikern, Haupt- oder Ehrenamtlichen des Diakonischen Werks und anderer Verbände es viele Bürger dabei, die sich in den letzte zwei Jahren im Rahmen des Bund-Länder-Programms engagiert haben oder einfach dafür interessieren.

Eingeladen hatten Jugendpfleger Tom Hicking, Bürgermeister Achim Grimm und Tobias Lauer von der „Projektwerkstatt“. Sie skizzierten in Kürze, was alles erreicht wurde. Die Hauptakteure des Abends sollten jedoch fünf anwesende Wissenschaftler sein.

„Von den Trägern Bund und Land wird eingefordert, dass ein integriertes Handlungskonzept erstellt wird, auch IHK genannt“, erklärte Lauer und stellte die Soziologen, Architekten, Stadtplaner, Statistiker und den Koordinator vor.

Die sollen nun unter Mitwirkung der Bürger in einer Arbeitsgruppe Perspektiven entwickeln, die über den auf 2017 begrenzten Förderzeitraum hinaus gehen.

In der Folge ging es immer wieder um die gleichen Fragen: Was wurde im Rahmen der Sozialen Stadt in Groß-Zimmern bereits erreicht und was soll wie noch erledigt werden?

Die Vertreter der unterschiedlichen Disziplinen illustrierten ihr jeweiliges Fachgebiet mit entsprechenden Plänen. Nach der Bilanzierung soll ein gemeinsamer Leitfaden gefunden, Wünsche, Maßnahmen und Projekte im Ergebnisbericht zusammengefasst und Handlungsfelder definiert werden. Von Leitbild, Sozialplanung und Imageentwicklung sprach der Soziologe Peter Straß. Architekt Martin Fladt kritisierte anhand eines „Schwarzplanes“, dass das Gewerbegebiet straßenmäßig nicht gut angeschlossen erscheint. Sein Kollege Vinzenz Dilcher legte den Finger auf die „offene Wunde Ortsmitte“, die sich nicht so recht abzeichne und wenig Aufenthaltsqualität biete. Statistiker Heiner Schäfer riet zur „Sozialraumbeobachtung“, bei der sowohl das Quartier Dresdener Straße als auch der Raum der Ortskernsanierung einfließen sollte.

Anderthalb Stunden lang viel Theorie, die eigentlich praktische Arbeit widerspiegelt.

Für die Zuhörer gewiss kein leichter Tobak, aber niemand verließ den Raum. „Ich finde auch diese Arbeit wichtig und die Vorträge waren recht aufschlussreich“, kommentierte Bettina Feldhausen-Henz im Anschluss. Auch die Gruppe Aktiver aus dem „Quartier“ Dresdener Straße war begeistert. „Wir machen sicher weiter mit“, meinten sie übereinstimmend.

Einen Fragebogen zur Veranstaltung werteten die Wissenschaftler sofort aus. Zwischen „gut“ und „sehr gut“ wurden die Projekte eingestuft, am besten schnitt mit der Note 1,7 die Aufstockung des JuZ ab.

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