Familienpolitik und Kifög beim Spielfest der Zimmerner Sozialdemokraten

Kandidaten bei den Kindern

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Unabhängig vom Winterwetter abtoben, das machte das SPD Spielfest auch für die beiden „Raubkatzen“ möglich.

Groß-Zimmern - Familienpolitik ist ein klassisches Aufgabenfeld der Sozialdemokraten. Hier wird viel Energie investiert, „nicht nur im Wahlkampf“, sagte SPD-Chef Stefan Fröhlich.

Im Bürgermeisterwahlkampf hatte der damalige SPD-Kandidat das Spielfest aus der Taufe gehoben, das sich nun zum dritten Mal jährte.

Eine Veranstaltung, die auch diesmal gut angenommen wurde. In der alten TV-Halle ging es auf Trampolins, Pedalos und allerlei weiteren Gefährten hoch her. Mit Kinderschminken, Malen und Luftballonkneten wurde auch kreativen Kindern jede Menge Unterhaltung geboten. Unter das tobende Jungvolk mischten sich gleich zu Anfang zwei Gäste aus Groß-Umstadt: Jens Zimmermann, SPD-Kandidat für den Bundestag, und SPD-Landtagskandidat Oliver Schröbel machten einen Abstecher zum Spielfest.

Düstere Diagnose

Neben netten Gesprächen erwartete Erwachsene hier schließlich ein leckeres Kuchen- und Torten Büfett (die Einnahmen werden den hiesgen Kindergärten gespendet). Doch das Augenmerk der beiden Gäste hing nicht auf den süßen Leckereien, sondern auf einigen Zahlentabellen. Hochrechnungen aus verschiedenen Kindergärten, mit den Auswirkungen des Hessischen Kinderförderungsgesetzes (Kifög) auf die einzelnen Betreuungseinrichtungen. Vorläufige Bilanz: In den 20 evangelischen Einrichtungen des Dekanats Vorderer Odenwald würden nach neuer Gesetzeslage 17,3 Prozent der Personalstunden wegfallen. In Groß-Zimmern ist die Diagnose sogar noch düsterer. Das Dekanat geht von einem Minus um 22,6 Prozent der Arbeitsstunden aus (63 Stunden weniger als bisher).

„Es ist kein Zufall, dass alle gegen das Gesetz Sturm laufen“, sagte Zimmermann, „für die wenigsten Einrichtungen bringt es Vorteile und große Nachteile für alle Tagesstätten mit Integrationskindern.“ Die Empfehlung der schwarz-gelben Landesregierung, 20 Prozent fachfremdes Personal in den Kindergärten zu beschäftigen, sei ein „fataler Fehler“, so die Genossen.

Der SPD-Ortsverein in Groß-Zimmern setzt auf Aufklärung. Nicht nur anlässlich des unbeschwerten Spielfests, zu dem auch Opa, Oma und weiterer Anhang willkommen waren und sich bei Stefan Fröhlich und Helfern über Details informieren konnten. Am 17. April soll es eine Informationsveranstaltung im Glöckelchen zum Thema geben.

Neben den SPD-Kandidaten für Land- und Bundestag wird dann auch der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Thomas Spies, erwartet.

ula

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