Das kann doch einen Angler nicht erschüttern

Groß-Zimmern (ula) -  Etliche Mitglieder wurden am Samstagabend geehrt: Besonders lange hält Hans Mayer dem Verein die Treue, nämlich 55 Jahre. Für 45 Jahre Mitgliedschaft wurden Detlef Weyand, Manfred Kühn und Eugen Buchsbaum geehrt.

Immerhin 40 Jahre sind Edmund Linke, Fritz Hotz, Rolf Gaab und Roland Fröhlich Vereinsmitglieder. Heinz Eidenmüller wurde für 35 Jahre Vereinszugehörigkeit, Heiko Gensler für 30 Jahre ausgezeichnet. Für über 30 Jahre aktive Vorstandsarbeit wurden Richard Hechler und Volker Hotz von Vereinschef Patric Altenburg geehrt. Jeweils 25 Jahre sind Tilo Wagner, Rudi Kaiser, Hans Jung, Mario Boehme und August Appel dabei.

Ohne ehrenamtliche Hilfe würden die Angler im Trüben fischen. Jeweils 40 Helfer packten auch diesmal in fünf Arbeitsschichten mit an, um das Fest auszurichten. Die Vorbereitungen rund um den Aufbau liefen bereits seit Montag auf Hochtouren.

Aushängeschild des Fischerfestes ist freilich auch das kulinarische Angebot. Leckereien mit und ohne Gräten wurden serviert, darunter gebackenes Seelachsfilet, geräucherte Forelle, Lachsbrötchen, Garnelenspieße und andere Fischspezialitäten, die das Herz jedes Fischliebhabers höher schlagen lassen.

Für die Angler des Vereins hat das aufwendige Fest existenziellen Charakter. Um die jährlichen Aufwendungen um Gewässer- und Anlagenpflege sowie Umwelt- und Naturschutz zu finanzieren, ist ein ordentliches Konto notwendig. „Wir setzen jährlich für 10 000 Euro junge Fisch ein“, rechnete Ex-Vereinschef Dieter Langer vor.

Vier Teichwarte, nämlich Günter Hövelmann, Holger Kreisel, Tobias Jährling und der frisch gekürte Fischerkönig Rolf Gaab, sorgen ehrenamtlich für die Gewässer.

Der Verein pflegt neben den zwei Teichen auch Teile der Gersprenz. Im Fließgewässer drückt mächtig der Sorgenschuh. Stattliche Welse fressen kleinere Artgenossen en masse und tauchfreudige Kormorane halten kräftig mit. „Der größte Wels, den wir gefangen haben, war einen Meter lang. Aber es gibt größere“, sagte Vereinschef Patric Altenburg betrübt – und dies sei leider kein Anglerlatein. Auch in diesem Jahr wird der Appetit des Waller und der geschützten Raubvögel wieder für starke Ausdünnung der Gewässer führen.

Zu guter Letzt hatte Petrus angesichts solcher Probleme doch noch ein Einsehen: Am Sonntag, der bereits um 10 Uhr mit einem Frühschoppen begann, drehte der Schutzheilige die Himmelsschleusen endlich zu.

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