Bürgertisch entwickelt Konzept für mehr Sauberkeit

Was kann man gegen zu viel Dreck tun?

Groß-Zimmern (guf) - Beim Bürgertisch am Montag beschäftigten sich die Teilnehmer erneut mit dem Thema Sauberkeit in Groß-Zimmern.

Auf Einladung der Projektwerkstatt war Paul Müller, Koordinator von „Hattingen: Sauber“ gekommen und stellte die seit neun Jahren erfolgreiche Kampagne zum der Stadt Hattingen im Ruhrgebiet vor.

Die hatte ihren Ursprung darin, dass Kommune und Bürger nicht mehr einsehen wollten, dass es normal ist, wenn Verpackungsabfälle auf Gehwegen und in Grünanlagen liegen, wenn größere Sperrmüllablagerungen entstehen und letztlich von der Kommune entsorgt werden müssen oder Hundekot die Stadtparks verunreinigt.

Alles Themen, die in jeder Kommune bekannt sind und diskutiert werden. Häufig aber mit bescheidenem Erfolg. Daher lohne sich der Blick auf eine Stadt, die das Thema erfolgreich bearbeitet „und sicher lassen sich Anregungen auch auf Zimmern übertragen“, meint Tobias Lauer von der Projektwerkstatt.

Die erste Erkenntnis der Stadt Hattingen bestand darin, dass sie das Problem alleine nicht lösen kann. Es braucht die Hilfe der Bürger deren Wunsch nach einer Sauberen Umgebung sich im Bewusstsein und im Alltagshandeln niederschlagen muss. So wurde die Kampagne auf drei Säulen aufgebaut: Erstens der Kommune, die bereits vielen Aufgaben nachgekommen war, aber sich vornahm noch besser zu werden. Zweitens der Bürgerschaft, die in ihrem ehrenamtlichen Engagement unterstützt werden sollte.

Die Dritte Säule bilden die Kinder und Jugendlichen die frühzeitig an einen Umweltbewussten Umgang mit Abfall herangeführt werden sollten. Unter Federführung von Müller entstanden dann viele Aktionen rund um das Thema Sauberkeit, vom Müllsammeln bis hin zu kreativen Herangehensweisen wie der Gestaltung eines Müllmuseums.

Alle Aktionen wurden dabei von einer aktiven Pressearbeit unter einem gemeinsamen Logo begleitet und so eine Öffentlichkeit für das Thema hergestellt, die nach einiger Zeit zu einer spürbaren Veränderung führte.

Auch in Groß-Zimmern gibt es heute schon verschiedene Aktionen zu dem Thema. An den Schulen und in den Kitas werden Sammelaktionen durchgeführt oder es wird kreativ mit Verpackungsmaterial gebastelt.

Auch Vereine haben in der Vergangenheit immer wieder Sammelaktionen durchgeführt. Bisher blieben diese Maßnahmen jedoch zumeist für sich und konnten so wenig nachhaltige Wirkung entfalten.

Am Ende waren sich alle Anwesenden einig, dass das Hattinger Modell viele Ideen mitbringt, für Groß-Zimmern aber ein eigenes Konzept erarbeitet werden müsse. Es wurde angeregt ein solches Konzept zu entwickeln, um es möglichst beim nächsten Bürgertisch am Montag, 21. Mai, vorzustellen.

‹ Wer Interesse hat, bei den Planungen zum Modell von „Groß-Zimmernern: sauber“ noch mitzuarbeiten, kann sich gerne melden, bei tobias Lauer in der Projektwerkstatt, s  618378.

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