Kappenabend der Viktoria

Narren mit Lachtherapie gut in Bewegung gehalten

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Do legst di nieder: Glücklicherweise hatten die aktiven Herren der Viktoria Unterstützung, die den harten Fall nach einem anstrengenden Tanz weich abfederten.

Klein-Zimmern - Voll auf ihre Kosten kamen am Samstag die Narren beim Kappenabend in Klein-Zimmern. Von Ulrike Bernauer

Die Viktoria hatte zum Fastnachtstrubel geladen und sich für ihre Gäste ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Erst einmal mussten sich die Dauergäste ein wenig umgewöhnen. Statt Meinrad Wiedekind führte am Samstag Waldemar Orth durch den Abend. Als Konstante blieb allerdings Martina Wiche, die ihre Zunge an Fastnacht immer noch einmal besonders schärft.

Büttenreden erfreuten die Narren, Ludwig Sauerwein machte den Auftakt. Er punktete nicht nur mit Einblicken in sein Eheleben, sondern verpasste den Klein-Zimmernern auch noch einen Schnellkurs in Bauchtanz. Moderatorin Martina war ganz besonders vom „Oberkörperschummi“ begeistert. „Des is so als wanner aus de Badewanne aussteigt, des is dann furchtbar kalt.“ Viel Spaß hatten die Gäste bei der Beobachtung der Übung des Büttenredners zusammen mit Martina.

Immer für viele Lacher gut: Das Duo Sabine Hövelmann (links) und Martina Wiche.

Wie erhofft, stieg Wiche auch wieder selbst in die Bütt. Sie tauschte sich mit ihrer bewährten Partnerin Sabine Hövelmann über Smog im Schlafzimmer - dicke Luft und kein Verkehr - aus, konnte aber auch einen hohen Gast beim Konkurrenten FSV ankündigen: „Der Papst kommt demnächst zur FSV.“ Als sich Hövelmann darüber wunderte, hatte ihre Partnerin die Antwort gleich parat. „Der kommt doch immer dahin, wo das Elend am größten ist.“ Meinrad Wiedekind ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, die Narren zu erfreuen. Viel Spaß hatten sie bei der Schilderung seiner schwierigen Kindheit, die von Einsamkeit geprägt war. Nur einmal hatte der Bedauernswerte – auch vor den Zeiten von Facebook – viele Freunde. Die Geselligkeit war aber nur von kurzer Dauer, bis seine Mutter die 500 Kaulquappen einfach fortspülte.

Brigitte und Herbert Sauerwein hingegen ließen die Klein-Zimmerner tiefe Einblicke in ihr Eheleben nehmen, wo vor allem im Schlafzimmer einiges im Argen liegt. Bestens angekommen ist die Playback-Show von Marcel Roßkopf. Er hatte als Wencke Myhre mit seinem knallroten Gummiboot viel Erfolg. So manche Dame im Publikum wünschte sich die knackigen Beine des jungen Klein-Zimmerners, die er im kurzen Kleidchen bestens zur Schau stellte.

Fastnachtsparty-Sitzung der Viktoria (Bilder aus 2010)

Fastnachtsparty-Sitzung der Viktoria

Seine Bühnenpremiere hatte Christian Silahnek, er persiflierte den Marianne Rosenberg-Song „Er gehört zu mir“. Sabine Hövelmann hingegen forderte das Publikum heraus. Bei der Polonaise Blankenese von Gottfried Wendehals durften alle mit durch den Saal tanzen. Auch sonst kam die Bewegung nicht zu kurz. Den Kappenabend hatten die Nachwuchstänzerinnen der Viktoria mit einem Indianertanz eröffnet und rissen so alle Gäste gleich vom Hocker.

Die Crazy Chipettes begeisterten das Klein-Zimmerner Publikum mit ihrer Tanzvorführung. Neben einem Jazztanz überzeugten sie auch als junge Squaws mit einem Indianertanz.

Die Narren freuten sich, als sie die Crazy Chipettes dann noch mit einem Jazztanz sehen konnten, ohne Zugabe durften die jungen Tänzerinnen nicht vor der Bühne. Genauso erging es den Aktiven, die ebenfalls mit zwei Tänzen glänzten. Zu einem hatten sie sich Verstärkung geholt: Während die Herren sich in Lederhosen präsentierten, hatten sich die Damen in Dirndl gekleidet. Kräftigen Applaus gab es für diesen Höhepunkt eines ereignis- und lachsalvenreichen Abends im Vereinsheim der Viktoria.

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