Förderung nicht aufgestockt

Keine weiteren Mittel für Schulhof der Friedensschule

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Mit schmucker Fassade und bunten Gestaltungselementen ist die alte Friedensschule nach der Sanierung ein Blickfang. Kommenden Mittwoch können sich die Bürger selbst einen Eindruck vom Betreuungsgebäude machen. 

Groß-Zimmern - Die Gemeinde hat einen abschlägigen Förderbescheid erhalten: Es gibt keine Aufstockung der Mittel zur Umgestaltung des Schulhofes der Friedensschule aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“. Dafür wird das sanierte Betreuungsgebäude der Schule am 6. Dezember offiziell eingeweiht. Von Sabine Müller 

Kürzlich hat die Gemeinde erfahren, dass sie mit Fördermitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro zur Entwicklung des Ortskerns rechnen kann. Dagegen fiel der Förderbescheid für den Umbau des Schulhofs der Friedensschule negativ aus. „Leider haben wir 2017 keine weiteren Mittel bewilligt bekommen“, informiert Jugendpfleger Tom Hicking auf Anfrage des LA. Wie berichtet, wurde der Erstantrag im Jahr 2015 gestellt, die Kosten waren auf 300.000 gedeckelt. Auf Beschluss der Lenkungsgruppe wurden damals 250.000 Euro zur Vorfinanzierung in den Haushalt eingestellt. Der Landkreis initiierte danach einen Workshop mit Kindern, Eltern und Lehrern, woraus ein Gestaltungsentwurf entwickelt wurde. Die dafür errechneten Gesamtbaukosten in Höhe von 434 640 wurden ebenfalls beim Förderprogramm „Soziale Stadt“ beantragt.

Nach dem Negativbescheid kann die Gemeinde jetzt laut Hegiss-Beauftragtem Hicking 300. 000 Euro für die Umgestaltung des Schulhofes ansetzen. „Zunächst muss nach dem Masterplan jetzt der Umsetzungsplan mit den Details erarbeitet werden. Ich denke, zu Beginn des neuen Jahres können wir loslegen.“ Verzögerungen gab es auch bei Sanierung und Umbau des Betreuungsgebäudes der Friedensschule. Das Haus wird nun am 6. Dezember offiziell eingeweiht.

Eine Anfrage der CDU-Fraktion hatte Bürgermeister Achim Grimm (CDU) veranlasst, in der Gemeindevertretersitzung über den Stand der Baumaßnahmen zu informieren. Die Christdemokraten hatten sich auf einen Bericht der LA berufen, der Mitte April vermeldet hatte, die Umbauarbeiten am alten Schulhaus (Alte Friedensschule) in der Wilhelm-Leuschner-Straße seien abgeschlossen, die betreuende Grundschule könne nach den Osterferien einziehen. „Unserer Kenntnis nach ist ein Bezug der Räumlichkeiten aber bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht erfolgt, außerdem haben viele ältere Bürger, die das Gebäude noch aus ihrer eigenen Schulzeit kennen, den Wunsch geäußert, die umgebauten Räume bei einem Tag der offenen Tür besichtigen zu können“, erläuterte die CDU.

Verwaltungschef Grimm hatte sich beim Landkreis Darmstadt-Dieburg als Gebäudeeigentümer und Schulträger schlau gemacht und konnte vermelden: Der denkmalgeschützten Bau, dessen Grundsubstanz aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt, ist bezogen, eine Mensa und die Räume für die Ganztagsbetreuung durch „Pfiffikus“ unter dem Dach des Arbeitersamariterbundes werden bereits genutzt. „Bei der zeitlichen Verzögerung handelte es sich um übliche Bauverzögerungen, da die Firmen teilweise die Gewerke nicht fristgerecht abschließen konnten“, sagte Grimm. „Außerdem musste die Aufzugsanlage noch vom TÜV abgenommen werden.“ In Abstimmung mit der Schulleitung habe der Schulträger entschieden, den geplanten Nutzungsbeginn zu verschieben.

Die offizielle Einweihung des Hauses ist am nächsten Mittwoch, 6. Dezember, um 11.30 Uhr. Dabei kann es auch besichtigt werden. Ab 11.10 Uhr wird an diesem Tag keine Betreuung mehr angeboten.

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