Kerb mit grün-weißen Zweigen

Groß-Zimmern ‐ „Kerb und Handwerk hatten schon bei uns seit jeher Tradition“, so lautet das Motto des diesjährigen Kerbumzugs. Das Organisationsteam rund um das große Zimmerner Heimatfest arbeitet mit Feuereifer an der Vorbereitung der anstehenden Kerb. Von Ursula Friedrich

Rund 800 Menschen haben die Aktiven mobil gemacht, die als Bäcker, Zeitungsmacher, Jäger und Waschfrauen, Schäfer, Gaukler, Artisten und mehr den fröhlichen „Lindwurm“ gestalten wollen.

Hoch auf Umzugswagen - oder auf Schusters Rappen - wollen die Akteure der Bevölkerung wieder eine spektakuläre Straßenkerb bieten.

Beim Treffen der Umzugsteilnehmer im Gewölbekeller des Kulturzentrums „Glöckelchen“ steckte Mark Pullmann, zweiter Vorsitzender des Kerbvereins, die Rahmenbedingungen für den Umzug ab. „Am Kerbsonntag, 29. August, wird erst das Kerbmädsche um 13.30 Uhr abgeholt“, so Pullmann. Erst dann könne sich der Umzug mit 40 Nummern in Bewegung setzen.

Rund drei Stunden wird der Kerbumzug in der Gemeinde unterwegs sein und das Kerbvirus gemeinschaftlich freisetzen. Die Spitzenposition hält das Fanfarencorps Groß-Zimmern, das Schlusslicht bilden die diesjährigen grün-weißen Kerbborschte der Jahrgänge 1990/91.

Wahl der schönsten Zugnummern

Vereinsaktive, auswärtige Kerbgruppen, hiesige Kerbborschte, fünf Musikergruppen (darunter eine Gastkapelle aus Gießen) und die Kerbjubilare, der Goldene Jahrgang 1940/41, werden sich zum bunten Umzug formatieren.

Weil die Kerb ohne die Anteilnahme der Bevölkerung nicht denkbar ist, werden Anwohner und Zuschauer diesmal wieder aktiv eingebunden. Die Wahl der schönsten Zugnummern liegt fest in der Hand der Bürger. Erstmals wird ein völlig neuer Modus eingeführt, um die Zuschauer zur Jury zu machen. Ein im LOKAL-ANZEIGER vorliegendes Formular mit Bewertungskriterien ist auszufüllen und anschließend an den LA zurückgesandt werden. Ist die beste Zugnummer ermittelt, findet zur Nachkerb die Siegerehrung statt.

Wie üblich legen sich die Kerbborschte tüchtig ins Zeug, denn die Straßen, die der Umzug passiert, sollen zur Kerb-Flaniermeile gestaltet werden. Bereits um fünf Uhr morgens geht’s am Kerbsamstag, 28. August, zum traditionellen Birkenschlagen in den Wald. An jedem zweiten Haus der Umzugsstrecke liefern die Borschte anschließend grüne Zweige ab, die von den Anwohnern befestigte und geschmückt werden sollten. „Die diesjährigen Kerbfarben sind ja auch grün-weiß“, erinnerte Michael Schulmeister, Vorsitzender des Kerborganisationsteams.

Rubriklistenbild: © Pixelio

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