„Tag der offenen Baustelle“ klärt Zimmerner über Arbeiten am Rathausplatz auf

Kerb ist nicht in Gefahr

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Standen am „Tag der Baustelle“ Rede und Antwort: Kai Müller und Michael Janesen (rechts).

Groß-Zimmern - Während die Bauarbeiter das Wochenende genießen, tummelten sich auf dem einst Roten Platz interessierte Bürger. Der Fortgang der Arbeiten auf der Großbaustelle rund ums Rathaus wurde von Architekten und Vertretern des Bauamts vorgestellt. Von Ursula Friedrich 

Die frohe Kunde vorweg: Die Ausrichtung der Zimmerner Kerb ist nicht in Gefahr. Noch braucht es viel Fantasie: Baumaschinen, Schutt und Materialberge beherrschen das Bild rund um das Verwaltungsgebäude. Doch in wenigen Wochen soll die Flächen zum echten Herzstück Groß-Zimmerns werden. Die Belebung der Ortsmitte, dieser Vorgabe zog sich wie ein roter Faden durch die Arbeit der beiden Landschaftsarchitekten Kai Müller und Michael Jansen. Nach ihren Vorgaben arbeiten (lokale) Unternehmen an der Gestaltung der neuen Kulturfläche und des Rathausplatzes. Hier sollen Bäume wachsen, Wasserfontänen sprudeln, Lichteffekte in der Dämmerung Akzente setzen, aber auch Parkplätze, Fahrradabstellflächen und eine Ladestation für Elektrofahrzeuge Raum haben.

Der „Tag der offenen Baustelle“ lockte knapp 40 interessierte Bürger an. „Wird der Zugang behindertengerecht?“ „Gibt es mehr Parkplätze?“ „Wie wird der Rathausplatz beleuchtet?“ Klaus Keller vom Bauamt der Gemeinde und Landschaftsarchitekt Kai Müller standen Rede und Antwort.

Die Maßnahme gliedert sich in zwei Bereiche: Die künftige Kulturfläche zwischen Rathaus und Kirchstraße wird, dem Namen zum Trotz, nichts an Parkraum einbüßen. Die Anzahl der Parkplätze, mit 2,5 mal 5 Metern bemessen, bleibt erhalten, auch für Fahrräder wird es Stellflächen geben. Doch mit schlanken Bäumen (Säulenhainbuchen) wird visuell gestaltet, Wohnbereiche abgegrenzt und Raum für eine Kulturfläche geschaffen.

Bilder: Kerb in Eppertshausen

Hier werden auch der Kerbbrunnen und das imposante Kerbdenkmal des Zimmerner Künstlers Hermann-Josef Klober Blickfang sein. Apropos Kerb: Kann das Fest der Feste an gewohnter Stelle gefeiert werden? Klaus Keller ist zuversichtlich. Auch, wenn womöglich die Bepflanzung noch fehlt, ergänzte Kai Müller. „Wir wurden von Anfang an in das Vorhaben einbezogen“, erklärte Mark Pullmann seitens des Kerbvereins, „auch unsere Wünsche wurden bei der Planung berücksichtigt.“ Der Kerbverein hält zwar einen „Plan B“ in der Tasche, ist jedoch optimistisch, dass beide Plätze termingerecht zum Volksfest fertig gestellt werden (26. bis 29. August).

Der Rathausplatz, einst rot, wird dann in Grautönen scheinen und soll von repräsentativen Charakter sein. Baulich aufgewertet und über Treppenstufen erreichbar ist die angrenzende Gewerbe- und Gastronomiezeile. Mittig ist ein Feld mit Wasserfontänen, Sitzmöbeln und Bäumen vorgesehen.

Die Neugestaltung lässt auch mehr Raum zum Parken: Sowohl Fahrräder als auch E-Bike und Pkw erhalten Stellflächen. Vier weitere Pkw-Stellplätze tragen der Parknot im Zentrum Rechnung.

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