Kerbei kam aus dem Ballon

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Als Rotkäppchen getarnt feierten die Klein-Zimmerner Kerbfrauen.

Klein-Zimmern - Immer mal was Neues, dachte sich der Kultur- und Kerbverein Klein-Zimmern und präsentierte die Kerbausgrabung in ungewohntem Gewand. Nicht gegraben wurde nach den Eiern, die die Kerburkunde verbergen, sondern mit Dartpfeilen nach gelben und blauen Luftballons geworfen. +++Fotostrecke+++Von Ulrike Bernauer

Moderiert wurde das Vergnügen von Josef Coy. Jeder Treffer auf einen Ballon gab als Preis ein Ei und in einem war die Kerburkunde verborgen. Angelika Sauer war die Glückliche, die das Gewinnerei erhielt und mit Verlesung der Urkunde die Klein-Zimmerner Kerb offiziell eröffnen durfte.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten in der katholischen Kirche, wo Pfarrer Michael Merbitz-Zahradnik und Pfarrer Herbert Wendt einen ökumenischen Gottesdienst hielten. Vereint marschierten dann die Christen durch den Ort bis zum Feuerwehrhaus, angeführt vom katholischen Kirchenmusikverein, der zusammen mit der Gruppe Crescendo den Gottesdienst musikalisch umrahmt hatte. Dort wurden die Kirchweihgäste von den gelben und blauen Luftballons angelacht, die zum Werfen so richtig einluden. „Mit Ausgrabung hat das nicht mehr viel zu tun“, befand Walter Götz, der Vorsitzende des Kultur- und Kerbvereins.

Kerb in Klein-Zimmern

Kerb in Klein-Zimmern

„Sie lebe hoch die Kerb“, klang es dann aus vielen Kehlen und damit hatte sie nun wirklich begonnen, die Klein-Zimmerner Kerb unter dem Zeichen des Geißbocks.

Weiter ging es dann nach einem feucht-fröhlichen und friedlichen Abend am Sonntag mit dem nächsten Höhepunkt der Klein-Zimmerner Kerb, mit dem Kerbumzug. Zwölf bunte Nummern konnte er wieder präsentieren, mit einer Neuerung, einer Abordnung aus Groß-Zimmern. Erstmals nahm der Kerbverein aus dem größeren Ortsteil am Geißbock-Umzug teil. Angeführt wurde der Umzug, wie es schon Tradition in Klein-Zimmern ist, von den jüngsten Teilnehmern, den Kindergartenkindern. Die strahlten mit der Sonne um die Wette.

Apropos Sonne, die Klein-Zimmerner haben ganz offensichtlich einen guten Draht zu Petrus, blauer konnte der Himmel kaum sein. Strahlen taten allerdings auch die Zuschauer, denn es regnete wieder Bonbons und andere Süßigkeiten in Massen. Die Blues-Brothers (Alte Herren Viktoria) begeisterten die Zuschauer mit ihren quietschbunten Instrumenten, auf denen sie ihr Bestes gaben. Die Kerbfrauen konnten das Publikum allerdings nicht täuschen. Auch wenn sie mit dem Henkelkörbchen und der Flasche Wein ganz allerliebst aussahen, die Unschuld des Rotkäppchens mochte man ihnen kaum glauben. Vorbei ging es am Kerbzylinder, der diesmal vom Baukran der Familie Jasinski in der Schulstraße hing. Unter großem Juchhe wurde der neue Kerbvadder Andre Hallmann in der Gartenstraße abgeholt, der dann seinen Kerbspruch (siehe Donnerstagsausgabe des LA) ganz traditionell am Feuerwehrhaus verlas.

Und dann wurde gefeiert, was das Zeug hielt, nach diesem bunten und bonbonreichen Kerbumzug.

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