Reger Marktbesuch trotz Regen

Kerbkürbisse von der Rolle

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Die Kerbborschte 2013 verkauften alle möglichen Kürbisse direkt von der Rolle, am liebsten jedoch die Grünen.

Groß-Zimmern - Bunt war es am Sonntag in der Jahnstraße vor lauter Schirmen. In der kleinen Gasse war kaum ein Durchkommen, denn der Kürbismarkt in Zimmern war trotz des Regenwetters sehr gut besucht. Von Ulrike Bernauer

So manche Veranstaltung fand in der Halle statt, aber die meisten Auftritte konnten die Zuschauer auf der Außenbühne sehen. Es waren so viele Menschen gekommen, dass die von Bürgermeister Achim Grimm versprochenen Gutscheine für Kürbissuppe gar nicht eingelöst werden konnten. Die Suppe, die bestens zum Fest passte, war zu diesem Zeitpunkt nämlich bereits ausverkauft. Folglich konnten die Gewinner des Luftballonweitflugwettbewerbs, die die Gutscheine erhielten, zwischen Bratwurst oder einem Glas Marmelade wählen. Die Konfitüre gab es ebenso wie die Kürbissuppe am Stand des Orgelvereins. Dort drängelten sich den ganzen Tag die Besucher.

Im Angebot waren auch Zwiebelkuchen und viele fragten, was im großen Kessel brodelte. Latwerje wurde schon seit fünf Uhr in der Früh gekocht. Die roch nicht nur köstlich, sondern musste permanent umgerührt werden. Andreas Göbel erwies sich als eifrigster Rührmeister, Maria Nolden war für den Geschmack zuständig und beschrieb die Zutaten: „80 Kilo Zwetschgen wurden entsteint, dazu kommen jetzt Gewürze, rund ein Zehntel Zucker und ein wenig Essig.“ 120 Gläser vom schweißtreibenden Zwetschgenmuß waren nachmittags fertig gerührt und in Windeseile verkauft.

Bilder vom Kürbismarkt

Kürbismarkt in Groß-Zimmern

Auch der Kürbisverkauf lief gut. Hatten die Besucher noch am Samstag fast vergeblich nach den Herbstfrüchten gesucht, die dem Markt seinen Namen gaben, so gab es die meist orange leuchtenden Feldfrüchte am Sonntag in Hülle und Fülle. Die Kerbborschte des kommenden Jahres boten Kürbisse verschiedenster Sorten an. Vom Acker von Bauer Thomas Schaffer hatten die jungen Männer die Früchte geholt. Sascha Kegler erwies sich als Verkaufstalent. Als Heike Schubert, eigens aus Messel gekommen, einen Butternusskürbis erwerben wollte, riet er ihr zu einem grünen Exemplar: „Das ist der König unter den Kürbissen und von allerbestem Geschmack.“ Auf dem Wagen lagen in bunter Vielfalt noch viele andere Sorten mit edlen Namen wie Halloween-, Schwanenhals- und Zierkürbis, Bischofsmütze, deutscher Riese oder Hokaido.

Bestaunt wurde von vielen Besuchern ein Riesenkürbis. „Wir wissen nicht, wie viel der wiegt“, sagte Kegler. „Die Waage reicht nur bis 35 Kilo und der hat mehr.“ Neben den vielen Ständen draußen und auch in der Mehrzweckhalle, wo die Besucher ein Kunsthandwerkermarkt mit vielen originellen Kreationen wie Schmuck, Puppenkleider, Gefilztem, aber auch leckere Pralinen oder Imkerhonig erwarteten, gab es am Samstag und Sonntag ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm.

Am Samstagabend brachte die Gruppe „Eazy“ Stimmung auf den Roten Platz, am Sonntag begann das Festprogramm mit den Jagdhornbläsern aus Dieburg, Babenhausen und dem Maingau. Die Gruppe „Big Feet Boys“ bereitete den Zuschauern viel Spaß. Sie zog als Marschgruppe immer mal wieder über die Straßen des Marktes. Der „Trommeldonner“ der Albert-Schweitzer-Schule zog das Publikum wie ein Magnet an, ebenso wie der Tanz der Turnmädchen, die als Kürbisgeister auf die Bühne kamen.

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