Dinos, Hardrocker, Meerjungfrauen

Kerbumzug in Groß-Zimmern mit vielen Überraschungen

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Zur eigenen Gaudi und die der Zuschauer: Die Chorgemeinschaft spielte mit buntem Puder.

Groß-Zimmern - Der Kerb- umzug in Groß-Zimmern hatte einiges an Überraschungen zu bieten. Anscheinend fühlen sich die ausgestorben geglaubten Dinosaurier in der Gersprenzgemeinde wohl. Die Kerbborschte der Kerb 2002 schickten auf jeden Fall einige durch die Straßen.

Ob die Dinos den Umzug unbeschadet überstanden, bleibt dahingestellt. In ihren Plastikkostümen wurden die Insassen bei dem schönen Wetter wohl halb gar, bis sie auf dem neuen Platz ankamen. Schweißtreibend war der Umzug allerdings nicht nur für die Dinos, den Kerbborschte 2008 langte es nicht, einfach nur den Umzug mitzugehen. Vorturner Bastian Wiedling ließ seine Aerobictruppe immer wieder Übungen vollführen. Neu ist den Groß-Zimmernern wohl auch, dass Elfriede Burger ein Fan der Band „Kiss“ ist, wahrscheinlich wusste das auch Burger selber nicht. Umso lieber ließ sie sich aber mit den Herren der Kerb 1994 ablichten, diese hatten nicht nur einige Musiker auf den Wagen gestellt, die einen Hit der Hardrocker nach dem anderen abspielten, sondern auch die Verkleidung als „Kiss“-Protagonisten war perfekt.

Vor welchen Problemen so mancher Musiker beim Kerb- umzug steht, dass konnten auch einige Zuschauer erleben. Der Sousaphonist der Marching Band „Sound of Frankfurt“ musste sich von seiner Tochter einen gelösten Schuhbändel binden lassen, mit seinem mächtigen Blasinstrument vor dem Bauch kam er nicht an seine Füße. Ansonsten machten die Musiker nicht nur gute Musik, sondern auch eine bella figura. Etliche der Gruppen brachten auch Farbe in den Umzug, der Kerbverein punktete mit bunten Luftballons, und die Damen des Turnvereins hatten sich in Kleider in Signalfarben geworfen. Bunt waren auch die Meerjungfrauen der Zimmerner Mädche, die zudem einen Fischschwanz trugen.

Kerb 2017 in Groß-Zimmern: Bilder

Eine Dame des „Schwarzen Bocks“ setzte sich den Schraubverschluss eines Schnapsfläschchens auf die Nase und war bestens verkleidet. Die Chorgemeinschaft hingegen hatte bunten Puder dabei und ihre ursprünglich weiße Kleidung war schon bald farbenfroh. Am Straßenrand knäulten sich die Zuschauer ganz besonders in der Kirchstraße. Hier war Kerbmädchen Anne Hermann abgeholt worden. Das Dreigestirn aus Kerbmädchen, Kerbvadder Paul Keil und Mundschenk Henrik Bischoff hielt hier sozusagen Hof, bis es die Kutsche bestieg und sich in den Kerbumzug einreihte, ebenso wie die restlichen Kerbborschte des aktuellen Jahrgangs. (zab)

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