Promis und Vereine auf die Schippe genommen

Kerbumzug nass, aber phantasievoll

Groß-Zimmern - Selten wurden so viele Regenschirme bei einem Kerbumzug gezückt, wie in diesem Jahr. Etwa die Hälfte des Weges bewältigten die Gruppen am Sonntag noch im Trockenen, dann sorgte ein ordentlicher Schauer für viel Nass von oben. Von Ulrike Bernauer

Viele Umzugsteilnehmer und Zuschauer ließen sich die Laune nicht verderben und trotzten dem Regen. Als wetterfest stellte sich das Goldene Pärchen heraus. Weder Kerbmädchen Gisela Götte noch Bernhard Geiß suchten Schutz vor dem Nass.

Gut beschirmt war hingegen das Dreiergestirn 2012, Kerbmädchen Nina Hillerich, Kerbvadder Steffen Heß und Mundschenk Daniel Simon.

Die zahlreichen Gruppen hatten sich wieder einiges einfallen lassen, um den Umzug bunt und abwechslungsreich zu machen. Einer der Knaller war mit Sicherheit der Jahrgang 1985/86, der Zimmerner Berühmtheiten zeigte. Thomas Beutel, Heinz Held, Elfriede Gruber, aber unter anderen auch Elfi, die Wirtin des Dorfkrugs, waren mit Sicherheit überrascht, plötzlich ihrem Konterfei auf einem Wagen zu ´begegnen.

Bei so manchen Gruppen konnte man sich eher gruseln. So hatten sich die Handballfrauen in Dark Ladys verwandelt. Stark war auch der Auftritt des Jahrgangs 1977/78, der neben Affen auch futuristische Astronauten bot, aber auch Darth Vadder in der Gruppe mitführte.

Witzig kamen die Kerbborschte 1998 daher, die mit schwarzer Haarpracht und vielen Tattoos auf sich aufmerksam machten. Bei genauem Hinsehen zeigte sich, dass die meisten färbungen nicht auf der Haut prangten, sondern Armstulpen waren.

Ein Hingucker war auch der Rubinjahrgang, der vor 40 Jahren die Kerb feierte, und tatsächlich mit einem überdimensionierten Schaukelpferd durch die Straßen zog. Bunt und fröhlich kamen viele Gruppen daher, wie beispielsweise der Kultur- und Kerbverein aus Klein-Zimmern.

Der Tanz- und Gymnastikclub zeigte einfallsreich die bunte Welt der Werbung. Hier lief eine Batterie neben Frau Antje aus Holland, dem Sarotti-Mohr oder einem Waschmittel. Besonders sehenswert, wie man äußerst bewegungsfreudiges Gemüse darstellen kann.

Die Zuschauer belohnten die guten Einfälle mit viel Applaus und freuten sich auch über so manches Präsent aus dem Zug.

So hatte der Jahrgang 1985/86 auch Bäcker Klaus Nennhuber zu den Zimmerner Persönlichkeiten gekürt, weshalb es von ihrem Wagen herab frische Brötchen gab.

Werbung machte der Glöckelchenverein nach dem Motto: auch die kerblose Zeit, die ja sozusagen schon vor der Tür steht, muss man füllen und lud zum ersten Zimmerner Sprachtest im Oktober ein.

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