Kfd-Gemeinschaft feiert Jubiläum

Starke Frauen in der Kirche

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Rosemarie Busch-Maiwald (l.) und Roswitha Rudolph freuen sich schon sehr auf das Jubiläum ihrer Gemeinschaft.

Gross-zimmern - Ohne Frauen wäre die katholische Kirche um einiges ärmer. Von Julia Glaser 

Ob in Flötengruppen, im Kirchenchor oder der Caritas, als Kantorinnen, Lektorinnen oder Katechetinnen, oder um die Kirche und das Pfarrheim sauber zu halten: Gäbe es diese vielen helfenden Hände nicht, wäre das Gemeindeleben, wie man es kennt, nicht möglich. Um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten, gründete sich 1928 der Zentralverband der katholischen Müttervereine, aus dem 1968 die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) wurde.

Die Groß-Zimmerner Frauen traten dem Verband 1989 bei und feiern in diesem Jahr mit 54 aktiven Mitgliedern ihr 25-jähriges Jubiläum. Mit über einer halben Million Mitgliedern ist die kfd der größte Frauenverband Deutschlands, 2 200 davon leben im Bistum Mainz. Die Ziele der kfd sind vielseitig, ihr Engagement sowohl kirchlich als auch politisch. „Frau springen oft in die Bresche in Sachen Wortgottesdienst“, sagt Rosemarie Busch-Maiwald von den Groß-Zimmerner kfd-Frauen. „Eine offizielle Weihe gibt es für sie aber nicht“, bemängelt sie. Deshalb tritt die kfd für das Diakonat der Frau ein. Außerdem machte sie sich für die Einführung der Mütterrente stark und fordert die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an Entscheidungen in Gesellschaft, Kirche, Politik und Wirtschaft.

Hannelore Bauer war die erste Vorsitzende der Groß-Zimmner kfd-Frauen, unterstützt wurde sie von Christel Seib. Im Laufe der Jahre hat sich ein Jahresplan entwickelt, dessen Punkte inzwischen fester Bestandteil des Gemeindelebens sind. Dazu zählt zum Beispiel der ökumenische Weltgebetstag oder der Besuch des Frauenfrühstücks, das von den evangelischen Frauen durchgeführt wird. Gefeiert wird natürlich ebenfalls, etwa bei der ökumenischen Frauenfastnacht. Mit ihrer Arbeit sammeln die Frauen auch Geld, mit dem sie karitative Projekte unterstützen. Dazu zählen die Heggbacher Einrichtungen, eine Behindertenwerkstätte, die inzwischen zur St. Elisabeth-Stiftung der Franziskanerinnen von Reute gehört.

Für Frauen bietet die kfd die Möglichkeit, in der Gemeinde Anschluss zu finden. „Nicht jede Frau, die sich kirchlich engagieren will, möchte in einem Chor singen oder Gottesdienste vorbereiten. In der kfd können sie sich einbringen, neue Ideen entwickeln und frische Impulse geben“, sagt Rosemarie Busch-Maiwald.

Sie freut sich, wenn die Groß-Zimmerner Gruppe in Zukunft wächst und auch wieder mehr jüngere Frauen beitreten. Informationen über die Arbeit des Verbands findet man auf www. kfd-bundesverband.de.

Zum Jubiläum gibt es heute einen Bayerischen Abend und einen Jubiläumsgottesdienst am 12. Oktober mit dem Thema „Wer eine Hoffnung gewinnen will, muss eine Erinnerung wecken“. Die kfd-Frauen haben den Gottesdienst gestaltet, musikalisch unterstützt werden sie von Kantorinnen.

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