Viktoria-Fußballturnier einmal etwas ungewohnt ganz ohne Dribbling, Taktik und Abseitsfalle

Der Kick für Alte Knochen und Amazonen

Offenbach-Post

Klein-Zimmern - (mj) Elfmeterschießen bedeutet beim Fußball immer Nervenkitzel pur.

Demnach kann ein so genanntes „11-er Turnier“ kaum spannender und nervenaufreibender sein, wenn der Wettbewerb nur aus Elfmeterschießen besteht. Für Samstag hatte der SV Viktoria Klein-Zimmern zum zweiten mal zu diesem ungewöhnlichen Vergleich eingeladen, um herauszufinden, welches Team den Ball am kaltschnäuzigsten in den Maschen versenkt.

Angetreten zu dieser aberwitzigen Idee, bei der der Fußball etwas ungewohnt ganz ohne Dribbling, Taktik und Abseitsfalle auskommt, waren rund 20 Teams, die aus Aktiven und Hobbykickern bestanden. Auf der Teilnehmerliste standen so wohlklingende Namen wie „FC Vollspann“, „Alte Knochen“, „FC Licher“, „Silberrocker“ oder „Jakie Connection.“ Für die Erstplatzierten waren attraktive Geldpreise ausgeschrieben. Insgesamt hatten die Organisatoren vier Großfeldtore aufgestellt. Fünf Mannschaften traten in vier Gruppen nach Entrichtung der Startgebühr von zehn Euro mit Vor- und Rückrunde gegeneinander an. Im Anschluss folgten das Viertel- und das Halbfinale.

Für jedes Elfmeterduell mit dem gegnerischen Torwart mussten fünf Schützen mit zwei Schuss nominiert werden. „Da geht es rund!“, versprach SV-Vorstandsmitglied Erhard Höptner kurz vor Turnierbeginn. Wie er erzählt, sei das Turnier im letzten Jahr bereits sehr gut angekommen. Damals habe man auf der Anmeldeliste sogar noch eine größere Teilnehmerzahl verbucht, da der Wettbewerb parallel zur Eröffnung der Europameisterschaft stattfand. Höptner siedelt das Turnier in der Kategorie „guter Freizeitsport“ an. Man müsse sich nicht besonders anstrengen, da Gaudi und Geselligkeit im Vordergrund stehen. Den Spaß unterstützten die Veranstalter noch mit einem passenden Rahmenprogramm.

So gab es einen DJ, Tischfußball oder eine Minigolf-Herausforderung. Sogar ein Damenteam war beim Elfmeter-Cup am Start. Für die „Amazonen“ hatte man erleichterte Bedingungen eingerichtet: Statt von elf durften sie von sieben Metern schießen. Den Turniersieg holten sich die SC „Licher“ aus Babenhausen.

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