Kindergarten Nordring wird ausgegraben

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Zunächst wird das Gebäude der Kindertagesstätte Nordring rundum freigelegt.

Groß-Zimmern ‐ „Ich geh' schon zur Schule, aber noch nicht so ganz richtig“, erzählt Lilly. Am Mittwoch wird sie ihren sechsten Geburtstag feiern und eigentlich besucht sie noch den Kindergarten. Von Gudrun Fritsch

Aber da das Gebäude im Nordring zur Zeit saniert wird, mussten die Kinder und ihre Erzieherinnen umsiedeln. Deshalb geht Lilly seit Anfang der Woche mit ihrem vier Jahre älteren Bruder in die Friedensschule, wo die Kindergartengruppe im Ruheraum untergebracht ist.

Stolz schreibt die Kleine Lilly ihren Namen an die Tafel.

Die Kinder haben sich hier gut eingerichtet, teils mit ihren gewohnten Möbeln, und alle sind der Meinung: „Hier ist es schön“. Ungewohnt hoch ist der Raum und auch groß genug für die 22 Kinder. Einziger Nachteil: „Wenn wir zur Toilette wollen, muss immer eine Erzieherin mit“, sagt Leroy. Besonders gefällt ihm die große Tafel, an die er stolz mit Kreide seinen Namen schreibt. Natürlich bedeutet so ein Umzug für die Erwachsenen einen gigantischen organisatorischen Aufwand. „Die Gruppen blieben erhalten. Nur Geschwisterkinder haben wir zusammen getan, damit den Eltern das Bringen an verschiedene Standorte erspart bleibt“, berichtet Erzieherin Elke Zaske. Der fünfjährige Kevin wirkt noch etwas verloren. Er ist hinzu gekommen, weil sein kleiner Bruder Ali-Osman in der Gruppe ist. Mit dem Gemeindebus werden einige später zum Essen geholt. „Da nicht immer gleich viele Kinder essen und selber oft nicht so recht bescheid wissen, müssen wir sehr genau aufpassen, wie wir die Fahrten am besten organisieren“, so Zaske. Insgesamt ist die Auslagerung nicht einfach. Die anderen beiden Gruppen sind im evangelischen Gemeindehaus und in der Waldschule untergebracht.

Sanierung kostet rund 200 000 Euro

Wir sind froh und dankbar, dass das so gut klappt“, sagt Kindergartenleiterin Elke Steinbeck. Zudem sei es höchste Zeit, dass das Gebäude erneuert wird.

Dessen energetische Sanierung ist in der Gemeinde die erste Maßnahme der Umsetzung des Konjunkturpaketes (wir haben berichtet). Die Landesmittel wurden unter der Voraussetzung bewilligt, dass mit den Arbeiten noch in diesem Jahr begonnen wird oder zumindest die Aufträge vergeben sind. Die großen Fenster erhalten einen Vollwärmeschutz, die Decken werden gedämmt und Ausbesserungsarbeiten am Dach werden durchgeführt. Hierbei wird unter anderem der Blitzschutz auf den aktuellen Stand gebracht. Das gesamte Gebäude wird von außen mit EPS-Hartschaum-Faserplatten gedämmt. Da der Flachbau nicht unterkellert ist, muss er für die Isolierung ringsherum einen halben Meter tief unter die Bodenplatte ausgegraben werden. Die Mitarbeiter des Bauhofs sind hier am Werk. Rund 200 000 Euro wird die Sanierung kosten, so Bauamtsleiter Klaus Keller. Anfang 2010 will man fertig sein, denn im März sollen die Arbeiten am Kindergarten Blumenstraße beginnen.

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