Mit dem Kindergarten Schulluft schnuppern

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Die Pause und das Klettergerät finden sie alle ganz toll.

Klein-Zimmern (bea) Heute dürfen sie zum ersten Mal das A schreiben, aber vielleicht wäre malen das passendere Wort.

Die künftigen Schulanfänger des Kindergartens Blumenstraße schnuppern in der zweiten Osterwoche schon mal Schulalltag. Und das in einem echten Klassenraum.

Dank der guten Zusammenarbeit mit der Schule können wir unsere Großen hautnah mit der Schule vertraut machen, ohne die Hektik eines normalen Schultags“, sagt Kindergartenleiterin Susann Oswald.

Nicht nur die künftigen Schulkinder, die im Sommer den Kindergarten verlassen, dürfen eine Woche in die Geißbergschule gehen, sondern alle, die dieses Jahr dort eingeschult werden.

Die Pausen finden alle toll

Auch die Eltern sind immer ganz begeistert von diesem Angebot“, berichtet Oswald. „Da können sich die Kinder schon gleich mal kennen lernen“. Zehn sind es in diesem Jahr, die zum ersten Mal mit dem Ranzen in die Klein-Zimmerner Grundschule ziehen.

Von 8.30 bis 11.30 Uhr lernen sie lesen, schreiben und Sachkunde, zwischendurch gibt es viel Bewegung und Spiel. Und die Pausen finden alle toll. Da wird sofort das große Klettergerät erstürmt, auf das normalerweise nur die Größeren dürfen.

Aber auch die Begeisterung im Unterricht ist groß. Serkan, Julian und Philip wollen gar nicht aufhören mit dem Malen der großen As. „Das ist ja kiki“, findet eines der Kinder nach der ersten Aufgabe. An der Disziplin mangelt es noch ein wenig. Sich Melden, Stillhalten und Warten auf andere will genauso gelernt werden, wie das A oder das O und die erste Rechenaufgabe.

Schulanfängertreffs im Kindergarten

Die Kinder freuen sich auf die Schule“, erzählt Oswald. Kein Wunder, denn sie werden auch im Kindergarten richtig gut vorbereitet.

Im Januar beginnen die Schulanfängertreffs. Mit den Älteren wird dann immer etwas Besonderes gemacht. Die Gruppe besucht beispielsweise den Flughafen, das Vivarium, oder bekommt Besuch vom Arbeitersamariterbund. Die Kinder haben ein Bilderbuch gestaltet, aber auch die eigenen Adressen wurden gelernt.

„Besser, wir lernen jetzt gleich schon alles“

Wann ist die nächste Pause?“, fragt eines der Kinder, dabei sitzen sie erst zehn Minuten an den Schultischen. Miriam Boller, Vorsitzende des Elternbeirates, sitzt mit dabei und gibt Hilfestellungen. Normalerweise wird die Kindergruppe von zwei Erzieherinnen betreut, das geht aber in diesem Jahr nicht, weil der Kindergarten momentan ausgelagert ist.

Phil ist ganz lernbegierig und will gar nicht mehr aufhören mit dem A-Schreiben. „Besser, wir lernen jetzt gleich schon alles“, findet der Sechsjährige. Auf die Frage , was er denn dann noch in der Schule lernen will, antwortet er: „Dann kann ich mich immer melden“.

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